„Angsthasenfußball!“ Marco Friedl, ÖFB-Legionär bei Werder Bremen und dort Kapitän, ging es verbal recht offensiv an. Die Performance seiner Mannschaft bei der 0:1-Pleite gegen Stuttgart hatte ihm so gar nicht zugesagt.
Besonders die Leistung in den ersten 45 Minuten sorgte bei Kapitän Friedl für großen Ärger. Der 28-Jährige fand nach dem Schlusspfiff deutliche Worte. Werder habe regelrechten „Angsthasenfußball“ ge- und sich keine einzige Torchance erspielt. Die Spieler hätten sich mit dem Ball versteckt und viele Fehler gemacht. Lange Pässe kamen wie ein Bumerang zurück, da die Mannschaft schlichtweg schlecht agierte.
Stuttgart frischer
Tatsächlich wirkten die Stuttgarter – bwohl erst am Dienstag in der Champions League gegen Galatasaray in Einsatz gewesen – deutlich frischer. Friedl erklärte, dass sein Team extrem tief stand und viel zu oft den langen Ball nach vorne suchte. Nach dem Seitenwechsel zeigte Werder eine deutliche Leistungssteigerung. Der 23-jährige Youri Regeer vergab dabei die größte Möglichkeit auf den Ausgleich. Nach einem Traumpass von Niclas Füllkrug stand er frei vor Stuttgarts Torwart Dennis Seimen. Ihm versagten jedoch die Nerven vor dem Torabschluss.
Auch Trainer Daniel Thioune äußerte sich kritisch zu dieser vergebenen Szene. Der 52-Jährige bemängelte den schlechten ersten Kontakt seines Spielers, betonte aber klar, dass man solche Situationen nutzen müsse. Trotz der bitteren Niederlage bleibt die Stimmung bei den Bremern extrem positiv. Die mitgereisten Anhänger stimmten die Mannschaft direkt nach dem Abpfiff auf die kommende wichtige Aufgabe ein. Nach der Länderspielpause wartet am 22. November das wichtige Nord-Derby gegen den Hamburger SV.
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