Medaillen in Las Vegas

NÖ-Florianis holten bei Feuerwehr-WM Edelmetall

Niederösterreich
07.11.2026 12:30

Mit Atemschutzgerät einen Turm hinauf, Schläuche schleppen und eine schwere Puppe retten: Bei der Feuerwehr-WM in Las Vegas waren Kraft und Ausdauer gefragt. Das FCC Team Austria mit Sitz in Großweikersdorf jubelte über mehrere Podestplätze – auch dank zweier Niederösterreicher.

Hier entscheidet nicht das Glück am Spieltisch, sondern die Leistung auf dem Parcours: Bei der Firefighter Challenge in Las Vegas wurden typische Aufgaben aus dem Feuerwehreinsatz zum Wettlauf gegen die Uhr. Feuerwehrleute aus aller Welt traten bei der Weltmeisterschaft gegeneinander an.

Mit dabei war das FCC Team Austria mit Sitz in Großweikersdorf im Bezirk Tulln. Zwei seiner niederösterreichischen Mitglieder kehrten mit WM-Medaillen zurück: Thomas Schragner von der FF Großweikersdorf und Markus Fellner von der FF Schönkirchen-Reyersdorf im Bezirk Gänserndorf.

Gold, Silber und Bronze für Thomas Schragner
Schragner erreichte gleich drei Podestplätze: Mit der international zusammengesetzten Männerstaffel „Still Young“ in der Altersklasse 50-59 holte er Gold, mit der gemischten Staffel „Europe meets USA Coed over 50“ in derselben Altersklasse Silber. Dazu kam Bronze in der Kommandantenwertung „Chiefs“.

So sehen Sieger aus: Das FCC Team Austria zeigte in Las Vegas auf.
So sehen Sieger aus: Das FCC Team Austria zeigte in Las Vegas auf.(Bild: zVg)

Auch Markus Fellner, zugleich Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter in Gänserndorf, stand am Podest. Mit der gemischten Staffel „Alpine-Puszta-Maple Blasters“ in der Altersklasse 40-49 gewann er Bronze.

Fellner schaffte den Sprung in den „Lion’s Den“
Für Fellner gab es noch einen weiteren Erfolg: Mit einer Einzelzeit von 1:54,56 Minuten stellte er eine persönliche Streckenbestzeit auf und qualifizierte sich für den „Lion’s Den“. In diesen Kreis werden Athleten aufgenommen, die eine für ihre Altersklasse und ihr Geschlecht festgelegte Zeitgrenze unterbieten.

Schwere Lasten und Menschenrettung auf Zeit
Der Bewerb verlangt den Teilnehmern typische Handgriffe des Feuerwehrdienstes unter hoher körperlicher Belastung ab. Dazu gehören das Tragen eines Schlauchpakets auf einen Turm, das Hochziehen eines weiteren Schlauchs und das Verschieben eines Stahlbalkens mit Hammerschlägen.

Nach einem Slalom und dem Ziehen eines gefüllten Schlauchs muss mit dem Wasserstrahl ein Ziel getroffen werden. Danach wartet die simulierte Menschenrettung: Eine schwere Puppe muss rückwärts ins Ziel gezogen werden. Gestartet wird in Einzel-, Tandem- und Staffelbewerben.

Weitere Medaillen für Österreichs Feuerwehrsportler
Auch weitere Mitglieder des FCC Team Austria feierten Erfolge: Peter Schmidmair von der FF Puchkirchen am Trattberg in Oberösterreich gewann die Kommandantenwertung. Jürgen Pfistermüller von der oberösterreichischen FF Hagenberg holte Silber im gemischten Tandem der Altersklasse 40-44. Die Kärntnerin Bianca Schöffegger erreichte Bronze mit der Frauenstaffel in der Kategorie unter 40.

Der Verein FCC Team Austria wurde 2021 in Großweikersdorf gegründet. Er verbindet Feuerwehrsportler aus verschiedenen Bundesländern, die gemeinsam trainieren und Österreich bei internationalen Wettkämpfen vertreten.

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