SSM macht‘s möglich

„War von Oktober bis Ende Februar nie in Schule“

Das SSM Salzburg bietet seit 40 Jahren jungen Sportlern die Möglichkeit, Schule und Sport miteinander zu vereinen. Heuer feiert das Projekt, das einst im kleinen Rahmen begonnen hat, sein Jubiläum und die „Krone“ blickt auf die Entstehungsgeschichte zurück.

Eine Modell, das in dieser Art und Weise einzigartig ist und in diesen Tagen sein 40-jähriges Jubiläum feiert: Im Jahr 1986 wurde das Nachwuchsleistungssport-Modell Salzburg (SSM) am BORG Akademiestraße in der Stadt Salzburg gegründet. Anfangs waren es die Leichtathleten, die davon profitierten. Mittlerweile gibt es rund 1000 Absolventen aus allen möglichen Sportarten.

Die Grundidee des SSM war es, Schule und Sport miteinander zu kombinieren. Damit junge Sportler genug trainieren können, zu den Wettkämpfen reisen können und dennoch eine gute Ausbildung bekommen. „Am Anfang war es sehr klein und persönlich“, erinnert sich der heutige SSM-Leiter Thomas Wörz zurück. Er war von Beginn weg dabei, zuerst als Konditionstrainer, dann als Sportkoordinator. Als er 1994 die Leitung übernommen hat, hat ihn die finanzielle Situation sehr belastet, wie er bei einem Pressegespräch im Olympiazentrum in Rif verraten hat: „Wir wollten auch vom Bund endlich mal Geld, der hat bis 2011 fast nicht beigetragen. Dann sind endlich Gelder geflossen, trägt der Bund jährlich drei Millionen Euro bei.“

Über die Jahre wuchs das SSM immer weiter. Waren es zu Beginn teilweise nur sechs Maturanten, kam 2012 am Christian-Doppler-Gymnasium ein Stützpunkt für die Fußballer und Eishockey-Spieler dazu. „Wir haben die Unterstufe eingeführt, sind von 100 Sportlern jährlich auf 500 gekommen“, betonte Wörz.

Karate-Weltmeisterin maturierte am SSM, gibt ihr Wissen heute weiter
Was dieses Modell, das der Leiter mittlerweile aufgrund der Größe als „Unternehmen“ bezeichnet aus der Sicht eines jungen Athleten ausmacht, schildert Rodel-Talent Noah Kallan, Maturant aus dem Jahr 2024, folgend: „Ich war von Oktober bis Ende Februar nie in der Schule, habe im zweiten Semester alles nachholen müssen. Die Lehrer waren da auch sehr offen und haben geholfen.“ Damit spricht er stellvertrend für viele Kollegen, sei es aus den Berichen Schwimmen, Fechten, Judo oder auch Karate. Mit Alisa Buchinger durchlief auch die Weltmeisterin von 2016 das SSM, heute arbeitet sie selbst dort: „Das SSM war mein Sprungbrett für die Zukunft. Ich war in der Schule sehr viel unterwegs, hätte das in dem Ausmaß ohne SSM nicht machen können. Jetzt ist mir wichtig, dass ich meine Erfahrungen weitergeben kann.“ Damit auch in den kommenden 40 Jahren junge Sportler von diesem 1986 gegründeten Projekt noch profitieren.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

KMM
Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung