Er hat im kleinen Kärntner Ort St. Salvator viel investiert, unter anderem ein Gasthaus samt Hotel und Seminarzentrum gebaut und ein Automuseum eingerichtet: Aus Liebe zum Metnitztal hat der Salzburger Gerhard Porsche einige Spuren hinterlassen. Nun ist er 88-jährig gestorben.
Schon als Kind war Gerhard Porsche, der Enkel des Automobil-Dynastie-Gründers Ferdinand Porsche, mit seiner Familie durch St. Salvator bei Friesach gefahren, um am Wörthersee Urlaub zu machen. Der heute knapp 500 Einwohner zählende ruhige Ort im Metnitztal hat ihn stets fasziniert.
Von einem Haus an der Hauptstraße, die durch das Dorf führt, kannte er den Besitzer, kaufte ihm das Gebäude ab und baute es zum schmucken Zweitwohnsitz um, erinnert man sich in St. Salvator dieser Tage wieder zurück. Dann ging es richtig los: Ein altes Gasthaus baute Porsche zum urigen Seppenbauer um; ein Hotel mit Saunalandschaft und Fitnesscenter sowie ein Seminarzentrum kamen dazu.
Automuseum begeistert mit besonderen Fahrzeugen
Besondere Fahrzeuge ließ Gerhard Porsche in sein eigens errichtetes Automuseum bringen: Natürlich Porsche, aber auch andere Marken, seltene Modelle, Rennwagen, besondere Traktoren, Motorräder und Roller wollen dort bestaunt werden und begeistern allein durch ihre Schönheit auch Motorsportmuffel. 2010 wurde in St. Salvator Eröffnung gefeiert.
Wenige Kilometer weiter sanierte Gerhard Porsche einen Bauernhof, den Stegerhof, auf dem Pferde Platz fanden.
Abschied in Thalgau
Mittlerweile heißt der Seppenbauer „Das Salvator – Iris Porsche Landhotel“, benannt nach Porsches Ehefrau, die nun gemeinsam mit seinen Töchtern, Brüdern und weiteren Angehörigen und Freunden sowie der auf der Parte eigens erwähnten „Frau Erika – Gute Seele des Hauses“ in Thalgau in Salzburg von Gerhard Porsche Abschied nehmen muss.
Gerhard Porsche starb im Alter von 88 Jahren „im Kreise seiner so geliebten Familie“, wie es in der Parte heißt, wo auch an seine „Verbundenheit zur Landwirtschaft, die Liebe zu den Tieren und die Leidenschaft zur Jagd“ erinnert wird.
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