Die VIVET Privatschule in Wiener Neustadt hat nun heute Mittwoch beim Landesgericht Wiener Neustadt die Eröffnung eines Konkursverfahrens beantragt. Laut KSV1870 belaufen sich die Passiva auf rund 132.000 Euro. Betroffen sind etwa 14 Gläubiger und zehn Mitarbeiter.
Wie die „Krone“ bereits am Montag berichtete, gab die private Volks- und Neue Mittelschule am Freitag überraschend bekannt, dass sie nach den Herbstferien nicht mehr öffnen werde. In einem Schreiben teilte Direktorin Claudia Adrigan-Lang den Eltern mit, dass sie seit Längerem erkrankt sei und sich dies auch finanziell auf die Schule auswirke. Für 34 Kinder musste binnen zwei Tagen neue Schulplätze gefunden werden – was Dank raschem Eingreifen der NÖ-Bildungsdirektion auch gelang.
Am Mittwoch wurde nun beim Landesgericht Wiener Neustadt vom Verein zur Förderung der VIVET Privatschule Sektion Wiener Neustadt die Eröffnung eines Konkursverfahrens beantragt, wie der KSV1870 mitteilt. Als Grund für die finanzielle Schieflage nennt der Verein kurzfristige Schülerabmeldungen und die damit verbundenen Umsatzrückgänge.
Noch keine Infos über Weiterführung
Ob die Privatschule weitergeführt werden kann oder geschlossen werden muss, ist derzeit noch offen. Die Gehälter und Löhne wurden laut Angaben der Mitarbeiter bis September 2026 bezahlt.
„Derzeit liegen uns keine Informationen über eine geplante Sanierung des Unternehmens vor. Der noch zu bestellende Insolvenzverwalter wird zu prüfen haben, ob ein zumindest vorläufiger Fortbetrieb des Unternehmens möglich ist oder die Schließung des Unternehmens zu veranlassen ist“, erklärt Alexander Greifeneder vom KSV1870. Die Angaben konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht überprüft werden.
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