Eigentlich hieß es erst vor wenigen Wochen, dass Marius Borg Høiby auf der Suche nach einem Job sei. Doch ohne Führerschein ist das offenbar schwieriger als gedacht. Denn wie sein Anwalt mitteilte, seien die Öffi-Verbindungen nach Gut Skaugum schlicht zu schlecht ...
Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Marius Borg Høiby aus der U-Haft entlassen und künftig wohl auch keine elektronische Fußfessel tragen wird. Doch obwohl der Sohn von Königin Mette-Marit noch Anfang Oktober über seine Anwälte verkünden ließ, dass er hoch motiviert sei, einen Job zu finden, wird der 29-Jährige seine neue Freiheiten wohl nicht für die Arbeit nutzen.
Job-Suche eine „logistische Herausforderung“
„Er versucht es, aber es ist schwierig“, räumte Marius‘ Anwalt jetzt gegenüber „Nettavisen“ ein, dass die Job-Suche bislang ohne Erfolge verlaufen sei. Als Grund nannte dieser „logistische Herausforderungen“. Denn Marius, der aktuell auf seinen Berufungsprozess im Februar wartet, hat derzeit keinen Führerschein.
Außerdem mangele es an einer guten Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel an Gut Skaugum, den Familienwohnsitz von König Haakon und Königin Mette-Marit, wo Marius derzeit untergekommen ist. „Die Möglichkeiten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, sind dort, wo er wohnt, sehr begrenzt“, entschuldigte Høibys Anwalt seinen Mandanten.
„Ruf schränkt Möglichkeiten ein“
Zudem räumte der Anwalt auf Nachfrage der norwegischen Zeitung ein, dass die derzeitigen Umstände die Suche nach einem Job nicht wirklich erleichtern würden.
„Es gibt natürlich Grenzen dafür, in welchen Berufen jemand wie er angesichts seiner Situation arbeiten kann. Er ist eine öffentlich bekannte Persönlichkeit und wurde wegen der ihm zur Last gelegten Taten verurteilt“, so Marius‘ Rechtsvertreter. „Es ist ganz klar, dass sein Ruf seine Möglichkeiten einschränkt. Außerdem gibt es viel Wirbel um ihn herum.“
Marius wartet auf Berufungsprozess
Ende Oktober 2024 wurde Høiby der Führerschein auf ärztliche Empfehlung zum ersten Mal entzogen. Nach etwa sechs Monaten bekam er seine Fahrerlaubnis zurück. Schon im Oktober des letzten Jahres wurde erneut ein Fahrverbot über ihn erhängt, zudem wurde sein BMW wegen offener Schulden bei der Versicherung gepfändet.
Der Norweger war im Sommer wegen zahlreicher Straftaten, darunter zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Er hat das Urteil angefochten, ein Berufungsprozess soll im kommenden Februar starten. Neu aufgerollt werden dabei die Vorwürfe der Vergewaltigungen sowie der häuslichen Gewalt gegen eine Ex-Freundin.
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