Donald Trump hat nach der Veröffentlichung der Nachwahlbefragung völlig die Fassung verloren. Eine überwältigende Mehrheit der Befragten verpassten ihm einen Denkzettel. In sozialen Netzwerken nannte er die Zahlen „Bullshit“.
Wähler bei den US-Parlamentswahlen plagen Sorgen über die Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft, und viele sind mit der Amtsführung von Präsident Donald Trump unzufrieden.
Dies zeigt eine Nachwahlbefragung, die mehrere US-Medien am Dienstagabend veröffentlichten. Die Hälfte der Wähler sah die Abstimmung als Gelegenheit, Trump einen Denkzettel zu verpassen. Drei Viertel zeigten sich angesichts der Entwicklung des Landes „wütend“ oder „unzufrieden“.
70 Prozent der Befragten wünschen sich zudem, dass der Kongress den Präsidenten stärker kontrolliert. Dies ergaben die Erhebungen des Instituts SSRS im Auftrag eines Konsortiums von US-Medien, zu dem große Fernsehsender wie Fox News und die Nachrichtenagentur AP gehören.
US-Präsident wütet: „Bullshit!“
Trump kommt demnach auf 38 Prozent Zustimmung – diese liegt damit unter dem Wert (45 Prozent), auf den Trump in seiner ersten Amtszeit zu den Zwischenwahlen 2018 kam. Er liegt den US-Medien zufolge auch unterhalb der Umfragewerte von George W. Bush 2006, als dessen Republikaner beide Kammern im Parlament verloren.
Der US-Präsident nannte die Zahlen „Bullshit“ – und nahm insbesondere seinen Haus- und Hofsender Fox News ins Visier. „Die Fox-News-Umfrage, immer die schlechteste, ist so beleidigend mit den Fragen, die sie stellen. Jede Frage ist eine Hetzjagd“, schrieb der Republikaner auf Truth Social.
75 Prozent der Befragten äußerten die Ansicht, dass sich die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten in einem schlechten Zustand befinde. Davon stimmten 38 Prozent sogar der Aussage zu, dass sie „wütend“ seien. 65 Prozent sind laut NBC News der Ansicht, dass Trumps Politik die Situation verschlechtert habe. Für etwa die Hälfte der Wähler spielte demnach die Frage der Lebenshaltungskosten eine große Rolle bei der Wahlentscheidung.
Für die Erhebung im Auftrag zahlreicher großer Medien wurden laut CNN insgesamt rund 100.000 Wähler befragt. Angaben von Wählern am Wahltag wurden demnach mit Angaben von Früh- und Briefwählern kombiniert, die im Zeitraum seit dem 19. Oktober online oder per Telefon befragt wurden. Es geht in der Umfrage darum, die Beweggründe und Motive der Wähler zu beleuchten.
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