Die Stadt Innsbruck setzt beim neuen Quartier Kranebitten bewusst auf eine Mischung unterschiedlicher Wohnformen. Neben geförderten Mietwohnungen entstehen erstmals auch geförderte Eigentumswohnungen im Baurecht. Das Modell soll Menschen den Zugang zu Eigentum erleichtern und gleichzeitig dauerhaft leistbares Wohnen ermöglichen.
Östlich des Campingplatzes Kranebitten planen Stadt Innsbruck, IIG und der private Wohnbauträger Pichler Bau & Immobilien ein neues Wohnquartier für Kranebitten. Geplanter Baustart ist 2028, zwei Jahre später soll die Fertigstellung erfolgen.
Zugang zu Eigentum erleichtern
Neu ist die Vergabe 48 geförderten Eigentumswohnungen im Baurecht. Diese sind etwas günstiger als Eigentumswohnungen, da nur die Baukosten finanziert werden müssen, nicht jedoch der Grundanteil. Frei finanziert werden 46 Einheiten angeboten, diese befinden sich in den hinteren zwei Blöcken, die am weitesten von der Landesstraße entfernt sind. Ganz vorne sind die zwei Blöcke mit den geförderten Mietwohnungen situiert, 51 an der Zahl. Insgesamt investiert die öffentliche Hand (IIG und IISG) rund 30 Millionen Euro. Die Nutzfläche beträgt gesamt 8900 Quadratmeter.
Wir setzen auf einen ausgewogenen Mix unterschiedlicher Wohnformen und schaffen langfristige Perspektiven für die Bevölkerung.
GR Julia Payr (JA)
Siegreiches Innsbrucker Architekten-Duo
Dem Projekt ging eine europaweite Ausschreibung voraus. Gewonnen hat diesen die scharmer-wurnig-architekten Gmbh aus Innsbruck, die damit ihr bereits drittes Projekt in Innsbruck verwirklichen. Eine Vorgabe der Jury war der Erhalt des alten Baumbestandes. Herausgekommen sind sechs Blöcke mit jeweils fünf Geschoßen und großzügiger Durchgrünung.
Alle Wohnungen sind von zwei Seiten belichtet, Loggias Richtung Süden bieten zusätzlichen Lärmschutz. Alle Blöcke bieten Tiefgaragen und sind nach Passivhausstandard errichtet. „Mit der erstmaligen Umsetzung von Baurechtswohnungen schaffen wir neue Möglichkeiten, leistbaren Wohnraum mit dem Wunsch nach Eigentum zu verbinden“, sagte Bauausschuss-Vorsitzende Julia Payr. Voraussetzung für den Erwerb sei eine Hauptwohnsitz-Gründung.
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