Der Arbeitsmarkt präsentierte sich im Oktober als robust. Die Arbeitslosigkeit stieg um 1,6 Prozent, die Arbeitslosenquote bleibt hingegen bei 5,5 Prozent. Beschäftigung steigt hingegen wieder leicht.
20.541 Personen waren mit Stand 31. Oktober 2026 in Tirol als arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um 324 Menschen mehr (oder ein Plus von 1,6 Prozent). Über zwei Drittel der Arbeitslosen sind seit weniger als drei Monaten ohne Beschäftigung. Etwas mehr als ein Drittel hat aktuell eine Einstellungszusage.
Die Arbeitslosenquote liegt im Oktober in Tirol bei 5,5 Prozent. Die (geschätzte) Arbeitslosenquote liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres und liegt obendrein deutlich unter dem Österreichschnitt. Dieser liegt aktuell bei 7,3 Prozent.
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass nicht alle Menschen gleichermaßen von dieser Entwicklung profitieren.
Johannes Schranz, stv. Landesgeschäftsführer des AMS Tirol
„Der Tiroler Arbeitsmarkt zeigt derzeit ein differenziertes Bild. Während die Beschäftigung weiterhin leicht wächst und die Arbeitslosenquote stabil bleibt, steigt die Zahl der arbeitsuchenden Personen. Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass nicht alle Menschen gleichermaßen von dieser Entwicklung profitieren. Qualifizierung und rasche Vermittlung bleiben daher zentral“, erklärt Johannes Schranz, stv. Landesgeschäftsführer des AMS Tirol.
Nach dem starken Anstieg im Vorjahr ist die Jugendarbeitslosigkeit im Oktober nahezu unverändert geblieben. Das ist ein vorsichtig positives Signal.
Johannes Schranz, stv. Landesgeschäftsführer des AMS Tirol
Jugendarbeitslosigkeit ging leicht zurück
Positiv ist die Entwicklung bei den jugendlichen Arbeitslosen. Die Zahl jener, die unter 25 Jahren und ohne Beschäftigung sind, sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent. Das sind um zwei weniger. Noch vor einem Jahr stieg die Zahl um 10,5 Prozent an. „Nach dem starken Anstieg im Vorjahr ist die Jugendarbeitslosigkeit im Oktober nahezu unverändert geblieben. Das ist ein vorsichtig positives Signal, aber noch keine Trendwende“, sagt Schranz.
Frauen weiter stärker betroffen
Unverändert das Bild im Geschlechtervergleich. Nach wie vor steigt die Arbeitslosigkeit bei Frauen deutlicher an als bei Männern (Plus 2,7 zu 0,5 Prozent. Bei Frauen liegt die Arbeitslosenquote über dem Vorjahresniveau, bei den Männern blieb sie konstant.
Im Bezirk Lienz gab es den größten Rückgang der Arbeitslosen zu verzeichnen. Mit fast zehn Prozent gibt es dort somit einen gegenteiligen Trend als etwa in den Bezirken Schwaz (+4,4 Prozent), Landeck (+3,4), Innsbruck Stadt/Land (+3,3), Reutte (2,3) oder Kitzbühel (0,9).
Weiter hoch ist der Anstieg im Handel. 180 Personen mehr sind dort im Vergleich zum Vorjahr arbeitslos gemeldet. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen stieg die Zahl deutlich an (plus 85). In der Warenherstellung (Minus 97) und in der Beherbergung und Gastronomie (Minus 68) liegt die Arbeitslosigkeit unter dem Vorjahresniveau.
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