Quote weiter gut

Tiroler Arbeitsmarkt bleibt auf stabilem Kurs

Tirol
01.10.2026 19:00

Die Beschäftigung in Tirol wächst nach Angaben des Arbeitsmarktservice Tirol. Auch die Arbeitslosenquote bleibt niedrig. Maßnahmen sollen künftig auch in Sachen Lehre weitere Vorteile bringen.

Mit 30. September 2026 waren in Tirol 15.501 Personen als arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um 260 mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,1% und ist im Bundesländervergleich weiter der niedrigste Wert. Das zeigt sich in einer Information des Arbeitsmarktservice Tirol (AMS). „Trotz einer stabilen Beschäftigungssituation bleibt Tirol mit strukturellen Herausforderungen, z. B. Langzeitbeschäftigungslosigkeit, konfrontiert“, sagt AMS-GF Sabine Platzer-Werlberger.

Deutlich gestiegen ist hingegen die Zahl der Langzeitarbeitslosen. 435 Personen mehr bedeuten ein Plus von über 20% gegenüber dem Vorjahr. Mehr als die Hälfte dieser Personen hat gesundheitliche Einschränkungen, die Vermittlungschancen seien laut AMS beeinträchtigt.

Unterschiede in Sparten, Initiativen bei Ausbildung
Die stärksten Zunahmen gibt es im Gesundheits- und Sozialwesen (plus 52 bzw. 3,9%), in der Beherbergung und Gastronomie (47 bzw. 1,5%) sowie im Handel (38 bzw. 1,4%). In der Warenherstellung oder der Arbeitskräfteüberlassung liege die Arbeitslosigkeit laut AMS aber unter dem Vorjahresniveau.

Weiter gestiegen ist auch die Zahl der verfügbaren Lehrstellen. Diese liegen bei 1548, ein Plus von über 24%. Damit unterscheidet sich der Lehrstellenmarkt in Tirol von allen anderen Bundesländern. Die Landesregierung präsentierte dazu einen Masterplan, bei dem bis 2035 200 Mio. Euro in die Modernisierung der Berufsschulen fließen soll.

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