Das wird gefordert

Metaller-Streiks in Deutschland nehmen Fahrt auf

Wirtschaft
02.11.2026 09:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Gewerkschaft IG Metall hat für Montag zu umfassenden Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie in Deutschland aufgerufen. Erste Proteste hatte es bereits in der Nacht auf Sonntag bei dem Stahl- und Technologieunternehmen Thyssenkrupp sowie bei der Widia GmbH gegeben, die Metallzerpannungs-Werkzeuge herstellt.

Am Montag sind die Schwerpunkte unter anderem der Opel-Standort Kaiserlautern und Betriebe im Frankfurter Umland wie der zum Schaeffler-Konzern gehörende Autozulieferer Vitesco oder Rolls Royce. In Kassel legen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Fahrzeughersteller Daimler Truck und dem Maschinenbauunternehmen Paul Beier GmbH die Arbeit nieder. Betroffen von den Streiks sind Industriezweige wie Auto, Maschinenbau, Elektro und Metallerzeugung.

Die IG Metall will in den Tarifverhandlungen für ungefähr 3,7 Millionen Beschäftigte den Druck erhöhen. Die Gewerkschaft fordert bei einer Laufzeit von einem Jahr fünf Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten. Vorgelegt von der Arbeitgeberseite wurde hingegen ein Angebot, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und eine stufenweise Erhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsah. Begründet wurde das mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und den hohen Kosten für die Industrie in Deutschland.

„Was die Arbeitgeber auf den Tisch gelegt haben, sichert nicht einmal die Kaufkraft. Die Beschäftigten verlieren Geld, sollten sich die Arbeitgeber durchsetzen. Das werden wir verhindern“, sagte Verhandlungsführer Jörg Köhlinger. Dieses Angebot habe in den Betrieben nur „Unverständnis und Wut“ ausgelöst, sagte die Gewerkschaftsvorsitzende Christiane Benner.

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