Isolation in Texas

Freiwillige simulierten Leben auf dem Mars

Wissen
01.11.2026 13:14
Porträt von krone.at
Von krone.at

Vier Freiwillige haben ein Jahr lang isoliert auf einem NASA-Testgelände im US-Bundesstaat Texas gewohnt, um das Leben auf dem Mars zu simulieren. Das Gelände war mithilfe eines 3D-Druckers geschaffen worden und hat keine Fenster. Die Teilnehmenden mussten unter anderem Pflanzen anbauen, sich um die Instandhaltung kümmern und Sport machen.

Die Schlafzellen auf dem Simulationsgelände sind ungefähr zwei mal drei Meter groß. Zudem gibt es eine Art Wohnzimmer mit Fernseher und Sesseln, Arbeitstische mit Computern und eine Krankenstation. In einem kleinen Außenbereich simulierten die drei Männer und eine Frau Mars-Außeneinsätze. „Wir sind geehrt und stolz, dass wir zu dem kolossalen Vorhaben beitragen konnten, das damit enden und anfangen wird, die ersten Menschen auf den Mars zu schicken“, sagte der Teilnehmer Ross Elder.

Elder, Matthew Montgomery, James Spicer und Ellen Ellis durften während des 378 Tage lang dauernden Experiments mit ihrer Familie und Freundinnen sowie Freunden kommunizieren, aber nur in „Mars-Zeit“. Das bedeutet, dass selbst das Übermitteln einer kurzen SMS ungefähr 22 Minuten dauerte. Er habe immerhin rund 4000 Mails von seinem Umfeld bekommen, sagte Spicer.

Hier sehen Sie ein Posting zum Ende des Experiments:

So sah der Schlafbereich aus.
So sah der Schlafbereich aus.(Bild: NASA)

Tausend Flugstunden Voraussetzung
Die vier Personen sind keine ausgebildeten NASA-Astronauten beziehungsweise keine ausgebildete NASA-Astronautin. Bewerben konnten sich Menschen zwischen 30 und 55 Jahren, die gesund sind, nicht rauchen und die US-Staatsbürgerschaft oder eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für die Vereinigten Staaten haben. Weitere Voraussetzungen waren ein naturwissenschaftlicher Universitätsabschluss und mindestens tausend Flugstunden.

„Wir sind sehr aufgeregt, nach draußen zu kommen und zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr die Sonne zu erleben – oder, je nach Wettervorhersage, einen kräftigen Regenschauer“, sagte Spicer nach Abschluss des Experiments. Bereits zwischen 2023 und 2024 hatten vier andere Freiwillige rund ein Jahr in Isolation auf dem Gelände verbracht. Die nächste Mission ist für 2027 geplant.

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