„Gen Z regelt“
Proteste in 30 deutschen Städten haben begonnen
Am Samstagnachmittag haben sich bereits zahlreiche Jugendliche zu den angekündigten Jugendprotesten versammelt. 160.000 Menschen sollen in 30 Städten auf die Straße gegangen sein. Die Situation soll sich zuspitzen: Teilweise wurde Pyrotechnik gezündet, die Polizei berichtete von immer mehr vermummten Demonstranten.
Wie in Österreich haben auch viele Geschäfte ihre Schaufenster mit OSB- und Sperrholzplatten verbarrikadiert, um auf mögliche Krawalle vorbereitet zu sein, wie „Bild“ berichtete. In Hamburg seien die OSB-Platten sogar knapp geworden.
Zu dem friedlichen Protest in mehr als 30 deutschen Städten hat die Initiative „Gen Z regelt“ aufgerufen. Die Bewegung fordert mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten, für soziale Gerechtigkeit und mehr Klimaschutz. Eine Wehrpflicht lehnt sie ab, ebenso einen Ausbau staatlicher Überwachung.







Wie viele Menschen am Ende zu den angemeldeten Demonstrationen in 34 Städten kommen, ist offen. Auf der Homepage von „Gen Z regelt“ konnte man mit einem einfachen Mausklick angeben, dabei sein zu wollen. Das hatten bis zum Protestbeginn um 14.00 Uhr zwar mehr als 182.100 Menschen getan. Die in den Städten offiziell angemeldeten erwarteten Teilnehmerzahlen sind allerdings deutlich niedriger. „Bild“ berichtete um ca. 16 Uhr von 160.000 Teilnehmern deutschlandweit.
Gewalt wird abgelehnt
Die Organisatoren von „Gen Z regelt“ rufen ausdrücklich zu friedlichem Protest auf und lehnen jede Form von Gewalt ab. Bei Protesten vor allem in Frankreich war es zu Ausschreitungen mit Gewalt, Plünderungen und Brandstiftung gekommen.
Auf ihrer Website macht „Gen Z regelt“ deutlich, dass sie keine extremistischen Gruppen und verfassungsfeindliche Symbole bei ihren Demonstrationen haben wollen. Sie warnen vor Glas und Waffen sowie Provokationen gegenüber der Polizei und weisen auf das für Demonstrationen geltende Vermummungsverbot hin. Von einzelnen Veranstaltungen, die sich ebenfalls auf „Gen Z regelt“ berufen, grenzt sich die Gruppierung ab.

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