Österreichs Sport trägt Trauer, mit Helmut Donner ist eine wahrhaftige Legende der heimischen Leichtathletik nach langer, schwerer Krankheit gestorben! Der Wiener starb im Alter von 85 Jahren …
Als Aktiver ging er als erster 2,00-m-Hochspringer in die heimische Leichtathletik-Geschichte ein, für den Verband war er dann als Funktionär von 1994 bis 2000 als ÖLV-Präsident tätig.
Sternstunde im August 1959
Seine sportliche Sternstunde schlug am 8. August 1959, als er im Rahmen des Leichtathletik-Länderkampfes Österreich gegen Spanien in Wien als erster Österreicher die 2,00-m-Marke im Hochsprung knackte. Donner verbesserte dabei seinen eigenen ein Jahr alten Rekord von 1,96 m um vier Zentimeter.
Persönliche Bestmarke auf 2,03 m geschraubt
Bis 1962 schraubte Donner, der am 15. August 1941 in Wien geboren wurde, diese Bestmarke noch auf 2,03 m, ehe Sepp Zeilbauer ihn mit 2,04 m in Helsinki 1971 als Rekordler ablöste. Von 1959 bis 1965 war Donner sechsmal österreichischer Meister im Hochsprung, bei den Olympischen Spielen in Rom 1960 schied er in der Qualifikation als 22. mit 1,95 m aus.
Karriere als Journalist
Nach seiner sportlichen Laufbahn schlug er eine erfolgreiche Karriere als Journalist ein. Er war zunächst beim „Express“ tätig, ehe er Leiter des Wirtschaftsressorts der „Oberösterreichischen Nachrichten“ wurde. 1974 gründete er den Fachzeitschriftenverlag „a3“. Dieser Verlag war sehr erfolgreich, expandierte auch in mehrere Länder Osteuropas. Donner leitete den Verlag bis 2000 als Geschäftsführer.
Der Leichtathletik immer treu
Der Leichtathletik aber blieb Donner immer treu. Noch ehe er ÖLV-Präsident wurde, tauchte er regelmäßig als kritischer Beobachter bei österreichischen Meisterschaften oder bei den Hallen-Meetings im Ferry-Dusika-Stadion auf. Schließlich folgte er Erika Strasser, die von 1985 bis 1994 ÖLV-Präsidentin war, im höchsten Amt des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes.
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