Braunauer (39) spendete gleich zweimal seine Stammzellen für schwer erkrankte Empfänger. Er rät jedem, es ihm gleichzutun – für ihn ist jetzt aber „Schluss“, obwohl er es gerne jederzeit wieder tun würde.
Es war ein Leukämie-Fall in seinem näheren privaten Umfeld, der Fabian Detzlhofer dazu motivierte, sich 2020 als Stammzellenspender zu registrieren. Drei Jahre später hatte der 39-jährige Braunauer sein erstes „Match“: „Im Sommer wurde ich kontaktiert und gefragt, ob ich bereit sei, zu spenden, was für mich selbstverständlich war.“
Große Verantwortung
Nach einer Gesundenuntersuchung zum Schutz des Empfängers wurde er über den weiteren Verlauf informiert. „Da wird einem klargemacht, dass wenn man zustimmt, der Empfänger heruntergefahren – also sein Immunsystem zerstört – wird, damit er die Spende annehmen kann. Das war schon ein komisches Gefühl. Eine Krankheit oder ein Unfall meinerseits hätten fatale Folgen gehabt“, schildert der Vater eines achtjährigen Buben.
Nebenwirkungen, aber . . .
Doch alles ging glatt, in rund viereinhalb Stunden wurden aus seinem Blut rund 200 Milliliter Stammzellen extrahiert. „Die meisten spüren keine Nebenwirkungen, aber ich hatte deutliche Knochenschmerzen. Allerdings steht das natürlich in keiner Relation zu dem, was die Empfänger durchmachen müssen“, so der selbstlose Innviertler.
Stopp wegen Spenderschutz
Genau deshalb zögerte er auch keine Sekunde, als er im vergangenen September wieder kontaktiert wurde: „Am 22. Oktober wurde ich nochmals zum Spender, und ich würde es sofort wieder tun“, schmunzelt Detzlhofer. Doch das Gesetz hält ihn zurück: „Öfter als zweimal darf man in Österreich aus Spenderschutz-Gründen nicht spenden. Aber ich rate jedem, sich zu registrieren und vielleicht Leben zu retten“, so Detzlhofer.
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