Wien investiert

Neuer Batterie-Joker gegen sündteure Stromimporte

Wien
31.10.2026 14:50

Wenig Wasser, steigende Abhängigkeit vom Ausland: Österreichs Energieversorger stehen unter Druck – am Kraftwerksgelände Donaustadt geht nun eine 25 Tonnen schwere Batterie in Betrieb, eine neue Strategie gegen die Kostenexplosion!

Die Zahlen sind alarmierend: Allein von Jänner bis August musste Österreich bereits 5,2 Milliarden Kilowattstunden Strom importieren – fast so viel wie im gesamten Vorjahr! Grund dafür ist unter anderem die massive Trockenheit. Zeitweise produzierten heimische Wasserkraftwerke rund ein Drittel weniger Energie als üblich.

Der Stromanbieter Wien Energie setzt unter der Führung von Manager Sascha Zabransky auch deshalb auf neue Strategien: Am Kraftwerksgelände Donaustadt geht eine 25 Tonnen schwere Batterie in Betrieb. Statt herkömmlicher Akkus speichert sie überschüssige Sonnenkraft mithilfe einer speziellen wasserbasierten Flüssigkeit.

Wien-Energie-Manager Zabransky investiert in moderne Batterietechnik.
Wien-Energie-Manager Zabransky investiert in moderne Batterietechnik.(Bild: Carmen Trappenberg)
Auch die so mächtigen Pumpspeicherkraftwerke im Westen können das Stromdefizit nicht allein ...
Auch die so mächtigen Pumpspeicherkraftwerke im Westen können das Stromdefizit nicht allein lösen.(Bild: Katrin Fister)

Europäische Technik mit heimischem Hintergrund
Der sogenannte Redox-Flow-Speicher stammt vom europäischen Hersteller Invinity, in Kooperation mit der niederösterreichischen Firma Wildburger Power & Storage. 230 Kilowattstunden Energie kann die kleine Pionier-Anlage im ersten Schritt aufnehmen und später wieder abgeben. Damit ist sie aber trotzdem der größte betriebliche Redox-Flow-Speicher Österreichs.

Das große Ziel ist es, den heimischen Sonnenstrom jederzeit nutzen zu können, statt im Ernstfall teure Energie aus dem Ausland zukaufen zu müssen.

Bis Jahresende baut man in der Bundeshauptstadt weitere Großspeicher mit insgesamt 50 Megawattstunden Kapazität, denn die Richtung ist klar: Mehr Batterien sollen uns unabhängiger von Importen und etwaigen Preisschocks machen.

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Energie muss jederzeit und kostengünstig verfügbar sein. Sonnenstrom vom Mittag soll auch am Abend Haushalte & Betriebe versorgen. Das Projekt ist vorbildlich.

Minister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP)

Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer verspricht zusätzliche Entlastung: „Die Stromkosten sollen österreichweit nachhaltig sinken, das Projekt von Wien Energie und Wildburger Power & Storage ist nur der erste Schritt.“

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