Seit Ende September ist Christophorus Europa 3 in Suben rund um die Uhr einsatzbereit. Jetzt liegt der „Krone“ die erste detaillierte Bilanz vor: 21 Mal wurde der Rettungshelikopter bereits in der Nacht gebraucht – bei schweren Unfällen, Reanimationen und dringenden Patiententransporten.
Die Basis des knallgelben Rettungshelikopters am Flugplatz in Suben im Innviertel ist seit 25. September rund um die Uhr besetzt: Über die Rotkreuz-Leitstelle im Innviertel wird der Hubschrauber mit dem Rufnamen Christophorus Europa 3 seither auch in der Nacht zu Einsätzen gerufen. Sei es zu schweren Unfällen oder internistischen Notfällen wie nach Herzinfarkten oder Schlaganfällen – oder auch, um Patienten in kritischem Zustand von einem ins andere Krankenhaus zu transportieren.
Der „Krone“ liegt nun eine erste Bilanz vor, wie oft und wo das neue Einsatzmittel im ersten Monat während der Nachtstunden gebraucht wurde. Die Aufteilung der Fälle im Detail: Achtmal wurde der Heli direkt zu Notfällen gerufen – zweimal zu schweren Verkehrsunfällen, einmal zu einer Gasexplosion in Bayern.
Gerade über größere Distanzen kann der Hubschrauber hier einen wichtigen Beitrag zur notfallmedizinischen Versorgung Oberösterreichs leisten.

Marco Trefanitz, ÖAMTC-Flugrettung
Bild: Pressefoto Scharinger/Daniel Scharinger
Zweimal kämpfte die Crew bei Reanimationen um das Leben der Patienten, zweimal wurde sie wegen akuter Erkrankungen alarmiert. Ein weiterer Einsatz galt einem schwer verletzten Patienten (Trauma-Notfall). Von diesen Einsätzen fanden fünf in Oberösterreich und drei in Bayern statt.
Zehnmal galt es, Patienten zu verlegen. Die Flüge führten von den regionalen Krankenhäusern in Ried, Braunau und Vöcklabruck in größere Zentren nach Linz und Salzburg, wo für schwere Fälle Spezialbehandlungen möglich sind – etwa bei akuten Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Zwei Verlegungen führten die Crews in Bayern durch, ein weiterer Transport kam noch in der Nacht auf Freitag dazu.
„Notfälle halten sich an keine Tageszeit“
Bekanntlich wird der Hubschrauber von Österreich und Bayern gemeinsam betrieben, konkret von ÖAMTC und ADAC. Mit der ersten Bilanz zeigt man sich zufrieden. ÖAMTC-Flugrettungschef Marco Trefanitz sagt: „Der Betrieb entwickelt sich wie geplant. Die Nachteinsätze seit dem 25. September zeigen, dass der Notarzthubschrauber auch während der Nachtstunden gebraucht wird.“
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