Die US-Regierung hat den Verkauf von 500 Patriot-Raketen des Typs PAC-3 im Wert von 2,1 Milliarden Dollar (1,89 Mrd. Euro) an die Ukraine genehmigt. Das Geld bringen Kanada, Deutschland und Norwegen sowie die Ukraine selbst dank eines Kredits der EU auf.
Die Ukraine wird die Abfangraketen jedoch nicht kurzfristig erhalten. Waffenverkäufe benötigen üblicherweise mehrere Jahre bis zur vollständigen Auslieferung. Angesichts des dringenden ukrainischen Bedarfs an Luftverteidigungswaffen könnten die Patriot-Raketen jedoch schneller geliefert werden.
Selenskyj drängt auf schnellere Hilfe
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedankte sich daher zwar für die Genehmigung der Flugabwehrraketen, drängte allerdings auf schnellere Hilfe für den bevorstehenden Winter. Seinen Angaben nach sollen die Lieferungen erst in ein paar Jahren beginnen. Die Ukraine bitte um Entscheidungen, die den Schutz von Menschenleben nicht erst zu einem späteren Zeitpunkt gewährleisteten, sondern dann, wenn die Bedrohung bestehe, betonte er.
Lockheed steigert Produktion
Hauptauftragnehmer für die Patriot-Raketen war Lockheed Martin. Im Juli vergab die US-Armee an den Rüstungskonzern einen Auftrag im Wert von bis zu 58,6 Milliarden US-Dollar zur Produktion von Patriot-Abfangraketen. Lockheed erklärte, der Vertrag ermögliche es dem Unternehmen, sein Versprechen einzulösen, die Produktionskapazität für PAC-3 MSE-Raketen bis Ende 2030 zu verdreifachen und die Zahl der Beschäftigten im Werk in Camden (Arkansas) um 50 Prozent von rund 1200 auf etwa 1850 zu erhöhen.
Zuvor hatte das Unternehmen bereits angekündigt, die jährliche Produktion von Patriot-PAC-3-Abfangraketen auf 2.000 Stück zu steigern. Das Pentagon drängt Rüstungsunternehmen zudem, die Produktion deutlich zu beschleunigen.
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