Die KI ist manchmal schon lustig. Auf die Frage, was Weltspartag und Halloween außer dem Datum gemeinsam haben, schreibt sie in weniger als drei Sekunden: „Die Idee, nur umgekehrt! Am Weltspartag gehen Kinder mit der Sparbüchse zur Bank und sagen: Gebt mir was, sonst hab‘ ich später nichts!“ Zu Halloween gehen Kinder mit dem Kürbis zur Haustür und sagen: „Gebt mir was, sonst passiert was!“
Die Idee des Sparens wird im Umkehrfall zur Idee des Forderns und Nehmens. Nicht nur in der Gruselnacht.
In den europäischen Wohlfahrtsstaaten herrscht die allgemeine Erwartung, dass der Staat gefälligst jedes Risiko abfedert. Und je mehr Geld der Staat ausschüttet, desto unzufriedener sind die Bürger. Die Krawalle in Frankreich, so schreibt die „Neue Zürcher Zeitung“; führten uns in extremer Weise das Scheitern des Sozialstaates vor Augen. Diese großartige Erfindung an der Wende zum 20. Jahrhundert sei inzwischen so angeschwollen, dass sie nicht nur in Frankreich zur Gefahr für den Staat, wie wir ihn kennen.
Auch die Proteste in Italien, Belgien und Spanien sowie der Wahlsieg der Linken in Berlin aufgrund der Wohnungsnot zeigen, wie giftig der Cocktail aus hohen Steuern und staatlicher „Vollkasko“ ist.
Ein friedliches Miteinander der Generationen wird es aber nur geben, wenn Staaten nicht noch mehr Schulden machen, sondern sparen. Auch daran soll der Weltspartag erinnern. Ansonsten gibt es, um zu Halloween zurückzukehren, wirklich Saures.
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