Mehr als drei Jahrzehnte musste Austria Lustenau auf den ersten Sieg gegen Sturm Graz warten, im Achtelfinale des ÖFB-Cups hat es nun endlich geklappt für die Grün-Weißen, die nach harten Wochen endlich wieder Selbstvertrauen sammeln konnten. Jetzt hoffen Coach Markus Mader und sein Team auf ein attraktives Los im Viertelfinale.
Als Austria Lustenau am 1. April 1992 das erste Mal auf Sturm Graz traf, spielte der Verein noch in der Regionalliga. Im ÖFB-Cup schieden die Grün-Weißen damals mit 0:2 aus. Keiner konnte erahnen, dass es bis zum 29. Oktober 2026 dauern wird, ehe nach 21 Anläufen endlich der erste Sieg gegen Sturm zur Realität wurde.
Mit dem 3:2 im ÖFB-Cup-Achtelfinale setzte Lustenau ein Ausrufezeichen, das nach den jüngsten Auftritten nicht erwartet worden war. „Nach der Watsche gegen Rapid hat das schon unheimlich gut getan“, beschreibt Trainer Markus Mader seine Gefühlslage. Besonders für den Kopf sei dies nach den drei letzten Pleiten mit 13 Gegentoren extrem wichtig gewesen. „Wir waren gegen Sturm hochaggressiv, sind extrem kompakt aufgetreten und haben ein engmaschiges Netz aufgezogen.“
Substanz gekostet
Der Cup-Fight sei jedoch auch auf die Substanz gegangen, einige Spieler sind vor dem morgigen Match in Salzburg angeschlagen. Doch für Doppeltorschütze Lenn Jastremski soll der Erfolg über Sturm nun auch in der Liga Berge versetzen. „Dieser Sieg beflügelt uns, er fühlt sich unheimlich gut an.“ Der 25-Jährige traf damit in dieser Saison im Cup bereits dreimal und hat auch gute Chancen, gegen Salzburg von Beginn an dabei zu sein.
Mentalitätsmonster
Für Co-Trainer Martin Schneider ist Jastremski ein wahres Mentalitätsmonster. „Er haut sich in jedem Training voll rein, gibt immer alles und nimmt die Situation an, wie sie ist. Ich freue mich für ihn, dass er sich im Cup nun mit zwei Toren belohnt hat.“ Es war sein stärkster Auftritt im Lustenau-Dress, so wie die komplette Mannschaft mit Teamgeist überzeugte. Am Sonntag wird ausgelost. Lustenau hofft auf ein Heimspiel. Vielleicht es ja sogar das Derby.
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