Bei den seit vielen Jahren laufenden Vorbereitungen für die „größte Reise der Menschheit“ ist auch das österreichische Weltraumforum an Bord. Es testet derzeit in der Welser Heide auf dem Gelände der Firma Gebrüder Weiss Roboter der FH Wels. Das Logistik-Unternehmen ist zum mittlerweile dritten Mal Partner einer Mars-Analog-Mission.
In 20 Jahren könnte der erste Mensch zum Mars abheben. „Die Technologie dafür wird es sicher geben. Es braucht aber auch den politischen Willen“, meint Claudia Gollner. Die 38-jährige gebürtige Haslacherin ist Teil der Mars-Analog-Mission „Amadee-27“, die im kommenden April in Portugal für zwei Wochen den Aufenthalt am roten Planeten simulieren wird.
Internationale Crew
Dieses Wochenende bereitet sich die achtköpfige, internationale Crew mit dem österreichischen Weltraumforum (ÖWF) in Wels auf dem Areal des Logistikunternehmens Gebrüder Weiss auf das Abenteuer vor. „Wir werden Raumanzüge mit einem Gewicht von 50 Kilo tragen müssen“, erzählt die Analog-Astronautin, die über die Volksschule Haslach, die Sporthauptschule Ulrichsberg, das BORG Bad Leonfelden und ein Physik-Studium in Linz den Weg ins Team des (ÖWF) schaffte. „Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich natürlich ohne zu zögern sofort zum Mars fliegen“, meint Gollner.
Ich bin überzeugt, dass wir in 20 Jahren die Technologie haben, um zum Mars zu fliegen. Es wird nur eine Frage des politischen Willens sein.
Claudia Gollner, Analog-Astronautin aus Haslach
Der Flug würde übrigens 200 Tage dauern. „Damit die ,größte Reise der Menschheit’ beginnen kann, müssen wir noch viel experimentieren. Fakt ist, am Weg zum Mars wird auch Rot-Weiß-Rot und Wels einen Beitrag leisten“, ist ÖWF-Direktor Gernot Grömer überzeugt.
Treuer Partner
Einer der treuen Partner ist die Firma Gebrüder Weiss: „Wir sind zum dritten Mal als offizieller Logistikpartner mit an Bord“, so Niederlassungsleiter Klaus Bannwarth. Das Unternehmen wird kommendes Jahr die sensible Forschungsausrüstung nach Monsaraz in Portugal transportieren.
FH-Roboter im Test
Im Gepäck sind auch Roboter der Welser Fachhochschule. „Wir befassen uns seit 20 Jahren mit dem Thema Robotik und Sensorik und sind stolz, dass wir einen Beitrag leisten können“, so FH-Geschäftsführer Michael Rabl.
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