Nach der schriftlichen Beschwerde von Verkehrslandesrat Udo Landbauer streut ÖBB-Boss Andreas Matthä Asche auf sein Haupt und gelobt Verbesserungen im Bahnverkehr in Niederösterreich. Die Pendler werden's wohl erst glauben, wenn sie nicht mehr nahezu täglich Anschlüsse verpassen oder gar vergeblich auf Züge warten müssen.
Zugausfälle, Oberleitungsschäden, Kabelbrände – die täglichen Hiobsbotschaften für heimische Bahnpendler nahmen im Herbst kein Ende. Vor knapp zwei Wochen reichte es Verkehrslandesrat Udo Landbauer. Der Freiheitliche forderte in einem geharnischten Brief an ÖBB-Chef Andreas Matthä die rasche Verbesserung der Situation auf Niederösterreichs Schienensträngen: „Die Pendler erwarten sich, dass die Bahn endlich wieder hält, was der Fahrplan verspricht.“
Beschwerde ernst genommen
Und der oberste Eisenbahner hat das Schreiben genau gelesen. Jetzt ist seine Antwort auf Landbauers Schreibtisch gelandet. In seinem Brief versichert Matthä einleitend, dass er Beschwerden „hinsichtlich Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und Kundeninformation sehr ernst nehme“. Er betont: „Unser Anspruch ist es, solche Beeinträchtigungen möglichst zu vermeiden.“
Reserven bei Zugpannen
Dann listet der ÖBB-Boss in dem zweieinhalb Seiten langen Brief „konkrete Maßnahmen, um die Betriebsqualität weiter zu erhöhen“, auf. Zum einen sollen zusätzliche Fahrzeugreserven bereitgestellt werden, um bei Zugausfällen aufgrund technischer Probleme rascher reagieren zu können. Zudem wird man mit dem Fahrplanwechsel im Dezember Betriebsabläufe an Bahnknoten wie St. Pölten, Wiener Neustadt und Amstetten überprüfen, um Verzögerungen beim Umsteigen auszumerzen.
Raschere Pendler-Info
Matthä gelobt auch, dass die ÖBB künftig die Fahrgäste bei Störungen rascher informieren, die technischen Probleme auf stark befahrenen Strecken reduzieren und den Einsatz von Zügen und Personal besser abstimmen werden. Und er bietet dem Verkehrslandesrat ein persönliches Gespräch an: „Da die Herausforderungen eines wachsenden Bahnsystems nur gemeinsam bewältigt werden können.“
„Eine Bahn, die funktioniert“
Ob er dieses Angebot annehmen werde, lässt Landbauer vorerst offen. Er streicht einmal mehr hervor, worum es geht: „Die Pendler stehen früh auf und bezahlen ihr Ticket, um zur Arbeit zu fahren. Dafür verdienen sie eine Bahn, die funktioniert!“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.