Ein häuslicher Streit mit seiner Ex-Lebensgefährtin ließ einen Innviertler Drogenschmuggler und Händler endgültig auffliegen. Er dürfte größere Mengen Suchtgift an Paketstationen abgeholt, und nach Österreich gebracht haben. Nun sitzt er in der Justizanstalt Ried in Untersuchungshaft.
Beamte des koordinierten Kriminaldienstes des Bezirkspolizeikommandos Ried konnten einem 46-Jährigen aus dem Bezirk Ried den gewerbsmäßigen Suchtgifthandel in einer die Grenzmengenverordnung mehrfach überschreitenden Menge nachweisen.
Streit führte zu Festnahme
Am 8. Februar 2026 wurde der Beschuldigte nach einem vorangegangenen Streit mit seiner Ex-Lebensgefährtin im Bereich von Utzenaich festgenommen. „Die Lebensgefährtin hatte den Polizeinotruf gewählt, weil der Beschuldigte bei ihr im Haus randalierte und zwei Türen eingeschlagen hatte. Außerdem hatte sie den Verdacht, dass er dort Suchtgift bunkert, was sich als richtig herausstellte“, so Alois Ebner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis. Gegen den Tatverdächtigen wurden bereits im Vorfeld kriminalpolizeiliche Ermittlungen aufgrund des gewerbsmäßigen Suchtgifthandels geführt. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnräumlichkeiten wurden diverse Suchtgifte, Streckmittel und Verkaufsutensilien sichergestellt.
Drogen an Paketstationen
Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der 46-Jährige in Zusammenarbeit mit Mittelsmännern aus Deutschland, Tschechien und Österreich einen lukrativen Suchtgifthandel betrieben haben soll; er dürfte dabei als Drehscheibe für den Suchtgifthandel gedient haben. Die Suchtgiftsendungen dürften nach den Bestellvorgängen im Darknet durch Mittelsmänner in Deutschland an Paketstationen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet versendet worden sein.
Geschmuggelt und weiterverkauft
Von dort aus soll der 46-Jährige das Suchtgift über die Grenze geschmuggelt und anschließend an seine Wohnadresse gebracht haben. Dann soll er die Pakete für den weiteren österreichweiten Versand portioniert und abermals versandt haben. Kleine Mengen der Suchtgiftpakete sollen separiert und an Abnehmer sowie weitere Suchtgiftdealer direkt aus dem persönlichen Umfeld des Beschuldigten in den Bezirken Ried im Innkreis und Schärding verkauft worden sein.
Viele Substanzen im Angebot
Es konnte nachgewiesen werden, dass der 46-Jährige mit dem von ihm bezogenen Suchtgift zwei weitere Suchtgiftsubverteiler sowie mindestens 15 Suchtgiftabnehmer versorgt haben dürfte. Bei den Suchtgiften handelte es sich um Methamphetamin, Amphetamin, Kokain, Heroin, Cannabisharz und Cannabiskraut sowie Ketamin.
Verdächtiger sitzt in Untersuchungshaft
Die Ermittlungen sowie die einhergehende Festnahme wurden durch den koordinierten Kriminaldienst Ried im Innkreis in enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Oberösterreich unter Federführung der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis durchgeführt. Der Tatverdächtige befindet sich derzeit in der Justizanstalt Ried im Innkreis. Sämtliche des Suchtgifthandels bezichtigten Tatverdächtigen sowie allfällige Suchtgiftabnehmer wurden bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis angezeigt.
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