Sparkurs in Graz

Kein Öffi-Kahlschlag, aber Klimaticket wird teurer

Steiermark
30.10.2026 15:00

Tagelang haben KPÖ und Grüne in Graz um den Sparkurs im öffentlichen Verkehr gerungen, nun steht fest: Der Fahrplan wird nicht ausgedünnt, aber die Zuzahlung zum Klimaticket sinkt um 40 Euro. Noch keine Entscheidung gibt es, ob weitere neue Straßenbahnen angeschafft werden.

Die ganze Woche über wurde bei den Budgetgesprächen um das Thema Verkehr gerungen. Die zuständige grüne Vizebürgermeisterin Judith Schwentner wehrte sich öffentlich gegen einen „Öffi-Kahlschlag“. Im Raum stand – trotz gegenteiliger Beteuerung von KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr – eine Ausdünnung bei den Fahrplänen (der „Krone“ wurde das am Dienstag im Finanzressort bestätigt), auch die 100-Euro-Förderung für Klimatickets stand zur Debatte.

Seit Freitag steht fest: Diese Förderung bleibt, sinkt aber auf 60 Euro. Sprich: Grazerinnen und Grazer müssen künftig um 40 Euro mehr zahlen. Bei ermäßigten Klimatickets (Jugend, Senioren etc.) beträgt der Zuschuss in Zukunft 50 Euro. Weiterhin verfügbar ist die SocialCard Mobilität um 70 Euro für Stadtbewohner mit geringen Gehältern und Pensionen.

Noch keine Entscheidung über Straßenbahnen
Eine Fahrplanausdünnung steht mittlerweile nicht mehr zur Debatte, betonen Kahr und Schwentner. Noch keine Entscheidung gibt es darüber, ob neben den bereits fixierten 31 Flexity-Straßenbahnen weitere dazukommen. Bald kann eine Option über zehn Garnituren gezogen werden, später folgt eine weitere über 14 Bims. Die Entscheidung darüber fällt gemeinsam mit weiteren Großinvestitionen für Graz.

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