Die Grazer Stadtregierung ringt um fehlende elf Millionen, um den eigenen Sparkurs einzuhalten. Wie sich jetzt herausstellt, ist dabei der öffentliche Verkehr kein Tabu. Klimaticket-Förderungen und neue Flexity-Straßenbahnen wackeln.
Erst seit zwei Monaten ist die Koalition aus KPÖ und Grünen in Graz im Amt – und seitdem vor allem damit beschäftigt, die Finanzen der Landeshauptstadt wieder ins Lot zu bringen. Mit 65 Millionen Euro wird der Sparbedarf in den nächsten beiden Jahren angegeben. 54 Millionen Euro sind laut KPÖ-Finanzstadtrat Manfred Eber bereits geschafft – unter anderem mit der Erhöhung der Parktarife, dem Aus für die Altstadtbim und dem Ende des Sponsorings für Sturm, GAK und die 99ers.
Bleibt noch eine Lücke von elf Millionen Euro. Seit zwei Wochen laufen Budgetgespräche mit den einzelnen Ressorts, und da soll es nun ans Eingemachte gehen. Gerade der öffentliche Verkehr könnte stark betroffen sein, heißt es aus dem Rathaus.
Die Förderung beim Klimaticket-Kauf könnte fallen, ein Ausdünnen der Fahrpläne ist ebenso eine Option wie ein Verzicht auf die zweite Tranche der Flexity-Straßenbahnen. Ihr Ankauf wurde erst im Juni beschlossen, zwei Optionen (über zehn bzw. 14 Stück) sind noch zu ziehen, bestätigt das Eber-Büro. Alle Investitionen stünden derzeit am Prüfstand. Eber hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum 13. November das Sparpaket vorzulegen.
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