Im kommenden Jahr wird St. Pölten die letzte finanzielle Altlast des früheren Krankenhaus-Betriebs abbezahlt haben. Damit fällt eine gewaltige Schuldenlast von der Landeshauptstadt ab. Allerdings: Monetäre Herausforderungen sind auch im Budget 2027 zu bewältigen.
Vor mehr als 20 Jahren hat St. Pölten das Spital an das Land übergeben. Die seinerzeitigen Erhaltungskosten der Klinik belasten das Stadtbudget bis heute. 2027 ist aber Schluss, wie Bürgermeister Matthias Stadler bei der Präsentation des Voranschlags bekanntgab. Mit Rückzahlung eines 50-Millionen-Euro-Kredits tilgt die Landeshauptstadt die letzte Krankenhaus-Altlast. Der positive Effekt: Damit sinkt der Schuldenstand St. Pöltens von über 180 Millionen auf knapp 120 Millionen Euro.
Investitionen in Kernbereiche
Insgesamt stehen im St. Pöltner Finanzplan im kommenden Jahr 271,7 Millionen Euro an Erträgen Aufwendungen in der Höhe von rund 274 Millionen Euro gegenüber. „Investiert wird in Kernbereiche der Infrastruktur“, so Stadler. Mehr als 8 Millionen stehen für Straßenbau, Wasserleitungs- und Kanalprojekte bereit, 2,9 Millionen für den Baubeginn des neuen Sportplatzes für den SC St. Pölten. Gemeindewohnungen werden saniert, betreutes Wohnen ausgebaut und der Bau der Sonderschule Nord begonnen.
Steigende Beiträge ans Land
Kritik übt Stadler an den Umlagen, die St. Pölten für Sozialhilfe, Spital, Jugendwohlfahrt & Co. berappen muss. Sie steigen um 8 Prozent und verschlingen bereits 62 Prozent der Ertragsanteile, welche die Stadt aus dem bundesweiten Steuertopf erhält: „Früher oder später bricht da jede Kommune finanziell ein.“
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