Der Verein „Krone-Leser helfen“ konnte einen Stehlifter für Sarah kaufen, der ihren Alltag erleichtert und ein Teil der Therapie ist. Ein Besuch bei Sarah, die mit besonderen Fähigkeiten erstaunt!
In einem Mehrparteienhaus mitten in der Stadt überlege ich am Klingelbord, auf welches der drei Autark-Schilder ich drücken soll: Im Wohnverbund Völkermarkt leben in einer Wohnung in einem oberen Stock sieben zu betreuende Klienten, in einer Garçonnière eine schon recht selbstständige junge Frau, die im Generationen-Café arbeitet, und in einer Wohnung im Erdgeschoß weitere sieben Klienten; unter ihnen Sarah. Und sie möchte ich besuchen, was die 43-Jährige zunächst irritiert. „Sarah mag Neues nicht so gern, sie braucht Zeit, um sich darauf einzustellen“, weiß ihre Mama Maria. Sich Zeit nehmen ist eine der großartigen Fähigkeiten, die ich von Sarah lernen kann. Und ich lerne gern.
Alles im Blick haben
„Ich sag‘s gleich, ich sag nix“, erklärt mir Sarah, die aufmerksam zuhört, was ich mit ihrer Mama rede. „Früher hat Sarah immer bei mir gewohnt, seit 2020 lebt sie hier im Autark-Wohnverbund und kommt wochenends heim“, so die berufstätige Maria, die in ihrer Freizeit in der Krisenintervention und bei der Telefonseelsorge sowie als Hospizbegleiterin anderen Menschen hilft. „Ich habe lang nach einer passenden Betreuung gesucht. Dann hat Autark diesen Wohnverbund eröffnet, worüber ich sehr glücklich bin. Wir werden in alles einbezogen, bei jeder Änderung gefragt und informiert.“ Hier fühlt sich Sarah wohl. „Sie ist gern für sich, aber sie beobachtet alles und reagiert rasch. Beispielsweise kann Sarah in der Tagesstätte an anderen früh erkennen, wenn sich ein epileptischer Anfall ankündigt – und dann schlägt sie Alarm“, erzählt Maria von einer besonderen Fähigkeit ihrer Tochter. „Mich bitte vors Büro stellen“, meldet sich Sarah. „Sie sitzt in ihrem Rollstuhl gern vor dem Büro, da hat sie alles im Blick“, erklärt Maria.
Ich möchte mich von Herzen bedanken! Der Stehlifter ist so eine große Hilfe! Er gibt Sarah so viel Sicherheit. Und er erleichtert den Betreuerinnen die Arbeit.
Maria, Sarahs Mama
Die Fragen der wissensdurstigen Sarah
Wie gut Sarah zuhört, aufpasst und sich alles merken kann, erfährt auch Bernhard Wappis vom Kompetenzteam Kommunikation bei Autark: „Du bist in Klagenfurt? Kennst du den...? Sag ihm liebe Grüße!“ Sarah kennt beim sozialen Dienstleister viele Mitarbeiter – und hilft mir unbewusst bei meiner Arbeit, indem sie Bernhard Wappis viele Fragen stellt: „Seit wann gibt es Autark?“ – „Autark wurde 1997 gegründet. Nächstes Jahr feiern wir 30-jähriges Jubiläum!“ – „Wie viele arbeiten da?“ – „An den 30 Standorten arbeiten heute rund 700 Menschen. 1997 hat es mit fünf Leuten ganz klein begonnen.“ Mittlerweile führt Autark in ganz Kärnten zwölf solcher Wohnverbünde. „Wir gehen ganz bewusst in den sozialen Wohnbau, ganz bewusst in die Orte und Städte, denn unsere Klienten sollen teilhaben am Leben, nicht am Rande stehen“, erklärt Wappis. „Mir geht‘s då guat!“, ruft Sarah in die Runde und strahlt.
Dazu beitragen konnte auch die „Krone“-Familie: Sarah hat Spastiken; wegen ihrer Muskelverkrampfungen und Bewegungsstörungen sitzt sie im Rollstuhl. Sie bekommt Physiotherapie, aber ein Gerät kann ihr helfen, die Muskeln zu dehnen, Verkürzungen vorzubeugen, Sehnen und Bänder elastisch zu halten, ihre aufrechte Haltung fördern, den Kreislauf zu stabilisieren – kurz: Sarahs Lebensqualität verbessern. Ein Stehlifter! Diese Aufstehhilfe unterstützt auch die Betreuerinnen wie Kerstin Prutej und Christiane Nachbar, die Sarah damit beispielsweise leichter vom Rollstuhl auf den Leibstuhl helfen können; der Stehlifter ist eine gute Hilfe beim An- und Ausziehen und lässt Sarah abends gemütlich ins Bett gleiten.
Knapp 4000 Euro kostet der praktische Stehlifter; Geld, das der gemeinnützige Verein „Krone-Leser helfen“ zur Verfügung stellen konnte; aus Ihren Spenden!
Ein herzliches Dankeschön!
„Ich möchte mich von Herzen bedanken! Der Stehlifter ist so eine große Hilfe! Er gibt Sarah so viel Sicherheit, so viel Ruhe. Er ist auch für die Betreuerinnen wichtig, eine große Hilfe; die haben es eh so anstrengend“, richtet Maria ihren Dank an die herzliche „Krone“-Familie. Und Sarah, die mittlerweile gern mit mir redet, lacht vor Freude.
Damit auch anderen Menschen geholfen werden kann, bitten wir Sie weiterhin um Unterstützung an den gemeinnützigen Verein „Krone-Leser helfen“!
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