









Zig Jahre stand das Erholungszentrum Lindabrunn leer. Am Freitagabend brach in dem riesigen Gebäudekomplex plötzlich ein Brand aus, der 17 Feuerwehren stark forderte: Auf der Anhöhe war nicht nur das Löschwasser knapp, das Tiefdruckwetter hielt Rauchgase am Boden und Flammen drohten, sich auf Föhrenwald und Gebäude auszubreiten.
Erst gegen fünf Uhr früh konnte am 31. Oktober Entwarnung gegeben werden und die meisten Einsatzkräfte von dem Erholungszentrum in der Gemeinde Enzesfeld-Lindabrunn abrücken. Die Feuerwehren sind aber noch immer vor Ort, nach bisheriger Einschätzung kann frühestens am Samstagabend, wenn nicht erst Sonntagfrüh Brandaus gegeben werden.
Der Dachstuhl des riesigen Gebäudekomplexes, mit seit Jahrzehnten ungenutztem und baufälligem Landgasthaus stand beim Eintreffen der Feuerwehren in den Abendstunden bereits in Vollbrand.
Äußerst schwierige Bedingungen
Besonders schwierig für die 160 Mitglieder der 17 Feuerwehren unter Einsatzleiter Christoph Wöhrer von der FF Lindabrunn gestaltete sich der Kampf gegen das Flammenmeer, weil die morsche Holzkonstruktion des Dachstuhls rasch in Feuer aufging und weil es in dem alten, riesigen Komplex keine Brandabschnitte gab. Außerdem gestaltete es sich schwierig, ausreichend Löschwasser für den Mega-Brand bereitzustellen. Der auffrischende Wind sorgte immer wieder dafür, dass die Flammen erneut angefacht wurden.
Das Tiefdruckwetter sorgte zudem dafür, dass sich die gefährlichen Rauchgase in Bodennähe hielten, sodass sich die Florianis umfassend mit Atemschutzgeräten ausrüsten mussten. „Besonders kritisch war die Gefahr der Brandausbreitung auf den angrenzenden Föhrenbestand sowie die dahinterliegende Wohnsiedlung“, heißt es vom Bezirksfeuerwehrkommando Baden.










Erst nach mehr als zehn Stunden intensiver und kräftezehrender Löscharbeiten konnte eine erste Entwarnung gegeben werden, der Brand war unter Kontrolle. Vereinzelt lodern kleinere Brandherde auf, Glutnester in den Trümmern des eingestürzten Dachstuhls werden noch immer gezielt bekämpft.
Gebäudekomplex stand lange leer
Die Schadenshöhe des Infernos steht derzeit noch nicht fest. Dass es nach so langer Zeit des Leerstandes plötzlich zu einer Selbstentzündung kam, gilt als unwahrscheinlich. Die Brandursache wird jetzt ermittelt.
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