Die Polizei ist für das bevorstehende Halloween-Wochenende gewappnet. Auf Social Media gebe es Aufrufe zu Ausschreitungen, die von den jüngsten Krawallen in europäischen Großstädten befeuert seien, sagte Österreichs Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).
Man beobachte das, die Exekutive sei sensibilisiert, sagten Karner und der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl. „Die Polizei ist gut vorbereitet und wird konsequent einschreiten, wenn es notwendig ist. Es gilt die 3D-Strategie: Dialog, Deeskalation und Durchsetzung, wenn die Deeskalation scheitert“, sagte Karner am Mittwoch. Pürstl berichtete von „einzelnen GenZ-Aufrufen“ in Wien. Es gebe aber keine konkreten Hinweise in Richtung organisierter Gewalt. Im Bedarfsfall stünden „ein paar hundert Beamte“ bereit, um Gefahren abzuwehren. Die regulären Streifendienste werden österreichweit von spezialisierten Einheiten unterstützt, zum Beispiel von der Diensthundeeinheit und schnellen Interventionsgruppen.
Das Innenministerium erinnerte in einer Aussendung an die Ausschreitungen in der Halloween-Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November 2022 in Linz. Damals hatten sich gewalttätige Menschen, darunter viele Jugendliche, in der Innenstadt getroffen, um gemeinsam zu randalieren.
„Streiche, die in Sachbeschädigungen oder schwereren Straftaten münden, werden konsequent verfolgt. Hierfür wird es österreichweit eine erhöhte uniformierte Polizeipräsenz, insbesondere in Ballungsräumen, geben (...)“, heißt es. Als Beispiele für mögliche Aktionen werden das Verunstalten und Beschmieren von Häusern und Autos, das Zerstören von Briefkästen oder Mülltonnen, Diebstahl und das Bedrohen von Menschen angeführt. All das würde „konsequent zur Anzeige gebracht“, teilte das Innenministerium mit.
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