Nach dem Tod von Antoine de Massy, einem entfernten Cousin von Fürst Albert II. von Monaco, gehen die Ermittler von einem Sturz als Todesursache aus. Die Staatsanwaltschaft in Monaco leitete nach eigenen Angaben Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und unterlassener Hilfeleistung für eine in Gefahr befindliche Person ein. Ein unter Tatverdacht festgenommener 42-Jähriger sei in Untersuchungshaft genommen worden, hieß es am Mittwoch.
Der Verdächtige habe die Vorwürfe bestritten und ansonsten keine Fragen des Untersuchungsrichters beantwortet, teilte die Ermittlungsbehörde des Fürstentums mit. Bei ihm handle es sich um einen seit 30 Jahren in Monaco lebenden Ukrainer.
Er gelte weiterhin als unschuldig und die Ermittlungen zielten darauf ab, den genauen Hergang der Ereignisse zu ermitteln, die zum Sturz von Antoine de Massy geführt haben. Neben der Vernehmung des Beschuldigten seien Analysen und technische Untersuchungen geplant.
Schwankend Nachtclub verlassen
Die Leiche des 29-jährigen Adeligen war am Sonntag in einer Grünanlage im Zentrum von Monaco entdeckt worden, nachdem Angehörige ihn bei einem Familienessen vermisst und Alarm geschlagen hatten. Nach Medienberichten war Antoine de Massy in der Nacht von Samstag auf Sonntag dabei beobachtet worden, wie er schwankend einen Nachtclub im Fürstentum verließ.
Die Auswertung der Videoüberwachung habe es den Ermittlern dann ermöglicht, eine Person zu identifizieren, die sich in der Nähe des Tatorts aufgehalten hat. Daraufhin wurde am Montagmorgen der 42-Jährige festgenommen.
Antoine de Massy war der Enkel von Prinzessin Antoinette, der älteren Schwester von Prinz Rainier III., Alberts Vater.
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