„Schwer rausgekommen“

Bürgermeister verbot Parken vor seinem Haus

Ausland
27.10.2026 17:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Halteverbotsschilder vor dem Haus von Gerhard Böhling, Bürgermeister von Schortens (Deutschland), sorgen für Wirbel – die ließ er nämlich selbst aufstellen. Der Grund: Beim Ausparken waren ihm parkende Autos ein Dorn im Auge. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Gerhard Böhling (68, parteilos) störten parkende Autos vor seinem privaten Haus. „Ich hatte immer wieder das Problem, dass Autos vor meiner Einfahrt standen und ich mit meinem Wagen nur schwer rausgekommen bin“, berichtet der Bürgermeister der norddeutschen Stadt Schortens der „Bild“-Zeitung. Dadurch habe er Probleme gehabt, pünktlich bei dienstlichen Terminen zu erscheinen.

„Ich wollte das Problem lösen und habe dann selbst eine Regelung veranlasst“, gibt der Bürgermeister zu. Böhling wies im August kurzerhand den Bauhof an, Halteverbotsschilder vor seinem Haus aufzustellen. Die Fläche gegenüber seiner Einfahrt ließ er laut dem Sender NDR als Sperrzone markieren.

Bürgermeister zeigt Reue
Inzwischen stehen keine Halteverbotsschilder mehr vor dem Haus des Politikers und der Landkreis Friesland hat wegen Verdachts auf Vorteilsnahme Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt. Böhling selbst räumt inzwischen ein, einen Fehler gemacht zu haben. „Gerade, weil ich Bürgermeister bin, hätte ich das besonders sorgfältig prüfen und anders lösen müssen“, sagt er. Die Kosten habe er erstattet. 

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