„Grausame Behandlung“

Rufe „überhört“: 33 Männer in Gefängnis erstickt

Ausland
27.10.2026 15:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Wegen untragbarer Haftbedingungen sind 33 festgenommene Goldgräber Ermittlern zufolge in einem Gefängnis in Nigeria erstickt.

Der Umgang mit den Männern sei „grausam und unmenschlich“ gewesen, erklärten unabhängige Ermittler am Dienstag. Gerichtsmedizinische Analysen sowie weitere Beweise belegten, dass die 33 Männer infolge „fortgesetzten Einsperrens in einer stark überfüllten und schlecht belüfteten Haftzelle bei gleichzeitigem Hitzestress und Dehydrierung“ gestorben seien.

Das erklärte Ermittlungsleiter Jonathan Kure in einem Untersuchungsbericht zu dem Fall. Die Männer waren im vergangenen Monat in Minna im Zentrum Nigerias von einer paramilitärischen Einheit unter dem Verdacht illegalen Goldschürfens gefangen genommen worden. Überlebende berichteten, sie seien in eine viel zu kleine Zelle ohne ordentliche Belüftung gesperrt worden. Obwohl sie um Hilfe gerufen und gegen die Tür getrommelt hätten, hätten die Wächter über Stunden hinweg nicht reagiert.

„Grausame, unmenschliche und erniedrigenden Behandlung“
Die Haftbedingungen kämen einer „grausamen, unmenschlichen und erniedrigenden Behandlung“ der Festgenommenen gleich, erklärten die Ermittler. Unter den Todesopfern waren demnach 14 Minderjährige. Die Todesfälle erstreckten sich demnach über elf Stunden. Wächter hätten die Hilferufe der Gefangenen ignoriert. Die Ermittler sprachen von „vermeidbaren“ Todesfällen, die durch „gesetzwidrige und untragbare“ Haftbedingungen verursacht wurden.

Der Tod der Goldgräber hatte wütende Proteste ausgelöst. Minna ist die Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaats Niger, der reich an Bodenschätzen ist und zahlreiche Goldgräber anzieht, die meist illegal nach dem Edelmetall suchen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung