Eine ganz besondere Rolle spielte die Zeit bei der außergewöhnlichen Veranstaltung „Zeit, die zählt“, zu der Larissa Marolt und die Familie Riedl auf Schloss Taggenbrunn einluden. Viele Stars kamen, Star-Geiger David Garrett spielte mit einer millionenschweren Geige aus dem Jahr 1734.
Innehalten, kostbare Augenblicke genießen und sich bewusst machen, was im Leben wirklich zählt – darum ging es an diesem Abend. Mit dabei waren Schauspieler Philipp Hochmair, Star-Philosoph Richard David Precht und Weltklasse-Geiger David Garrett. Philipp Hochmair zelebrierte seinen „Jedermann“ – jenes Stück, in dem am Ende nur noch eine Stunde Lebenszeit bleibt, wenn der Tod anklopft. Eine eindringliche Erinnerung daran, wie kostbar jede Minute ist.
Larissa Marolt steht seit 15 Jahren als Model und Schauspielerin auf der Bühne. „Das Selbstbewusstsein dafür haben mir meine Eltern mitgegeben.“ Der wichtigste Begleiter sei stets ihr Humor gewesen. „Man soll die Ereignisse nicht ganz so ernst nehmen“, sagt Marolt. Die Südkärnterin gibt auch einen Tipp. „Wenn man was vorhat, soll man es gleich machen. Das Leben wartet nicht auf dich.“ Eine Botschaft, die perfekt zum Motto des Abends passte.
Star-Philosoph sprach über Robert Musil
Unter den Gästen in der ersten Reihe saß auch SPÖ-Rebell Georg Dornauer, auch Olympiasiegerin Lara Vadlau war dabei. Philosoph David Precht hat über 20 Bücher herausgegeben. Er sprach über die KI und die Perspektive, die sich verändert. „Ich bin jetzt 61, der Zeithorizont nach hinten verschwindet, nach vorn wird er kleiner.“ An dem Tag, an dem sein Buch „Auserzählt“ erschien, starb sein Vater im Alter von 93 Jahren. „Er schrieb als Industriedesigner sein ganzes Leben, aber veröffentlich hat er nie etwas. Er tat es für sich.“ Precht bewundert auch Schriftsteller Robert Musil. „Der Klagenfurter war der wichtigste Schriftsteller seiner Zeit, wird sogar in seiner Heimatstadt Klagenfurt unterschätzt.“
Star-Geiger David Garrett spielte auf dem wertvollsten Instrument, das je in Taggenbrunn zu sehen war: eine Guarneri del Gesù aus dem Jahr 1734. „Der Wert ist 15 Millionen Euro, sie kostet sogar mehr als so manche Stradivari“, erzählt der 46-Jährige. Der weltbekannte Musiker spielt seit 42 Jahren Geige und hat bereits 2.000 Konzerte gegeben. Auch er sprach über die Zeit als wichtiges Element.
„Es war ein magischer Abend. Ich hab nur positives Echo bekommen. Ich hab viele Ideen“, erzählt Larissa Marolt. Der große Starauflauf auf Schloss Taggenbrunn könnte also eine Fortsetzung erleben.
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