Anlässlich der aktuellen Debatte zur Sozialhilfereform äußert die Vorarlberger Armutskonferenz deutliche Bedenken. Über ein Drittel der Sozialhilfebezieher im Ländle sind minderjährig. Angesichts der gestrichenen Kindergrundsicherung und geplanter Leistungskürzungen warnt die Initiative vor schwerwiegenden Folgen für armutsbetroffene Familien.
Anlässlich der aktuellen Debatte zur Sozialhilfereform bringen die Verantwortlichen der Vorarlberger Armutskonferenz deutliche Bedenken vor. Im Jahr 2025 bezogen in Vorarlberg 2430 Kinder und Jugendliche Sozialhilfe – damit war mehr als jede dritte betroffene Person minderjährig. Dass die versprochene Kindergrundsicherung nun doch nicht kommt, sorgt daher für deutliche Kritik.
„Kein Sanktionsinstrument, sondern Sicherheitsnetz“
Besonders die geplante Deckelung der Kinderleistungen ab dem fünften Kind auf knapp 148 Euro monatlich sowie reduzierte Grundleistungen für Erwerbsfähige sieht die Initiative kritisch. „Die Sozialhilfe ist kein Sanktionsinstrument, sondern das letzte soziale Sicherheitsnetz“, betont Vivien Fritsche von der Armutskonferenz. Kinder dürften nicht zu den Leidtragenden einer Politik werden, die Einsparungen über Zukunftschancen stellt.
Zwar gibt es auch positive Ansätze – wie Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen oder Zuschläge für Alleinerziehende -, diese könnten eine solide finanzielle Absicherung für Kinder jedoch nicht ersetzen.
Landesregierung am Zug
Vor dem Hintergrund der hohen Wohn- und Lebenshaltungskosten im Ländle fordert die Armutskonferenz die Vorarlberger Landesregierung auf, sämtliche gestalterischen Spielräume voll auszuschöpfen. Zudem verlangt die Initiative eine transparente Folgenabschätzung darüber, welche finanziellen Einbußen auf betroffene Familien zukommen.
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