Ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Milchlastwagen hat am Sonntagmittag in der benachbarten Ostschweiz für einen Großeinsatz von Rettungskräften und Umweltbehörden gesorgt. Der Fahrer blieb wie durch ein Wunder unverletzt, es entstand jedoch beträchtlicher Sachschaden und Gefahr für die Umwelt.
Der Lenker war gegen 13.15 Uhr mit seinem voll beladenen Milchtransporter auf einer Bergstraße unterwegs. Auf Höhe Lütisburg (Kanton St. Gallen) kam ihm nach seinen Angaben ein bislang unbekanntes Auto entgegen. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, bremste der Lastwagenfahrer ab und wich nach rechts aus. Zunächst kam der Transporter auf der angrenzenden Wiese zum Stehen, dann jedoch geriet das Schwerfahrzeug ins Rutschen, stürzte den Hang hinunter und überschlug sich. Einige Meter tiefer kam der Lastwagen auf der linken Fahrzeugseite zum Liegen.
Milch und Diesel liefen aus
Der Fahrer konnte das Unfallfahrzeug glücklicherweise unverletzt verlassen. Durch den Unfall traten aber sowohl Milch als auch Diesel aus dem umgestürzten Tankwagen aus. Die auslaufende Milch gelangte zunächst in einen Schacht und von dort über einen Brunnen in ein kleines Bächlein.
Die Feuerwehr war gefragt: Der betroffene Brunnen wurde von der Leitung getrennt und das verunreinigte Wasser umgeleitet. Zudem stauten und pumpten die Einsatzkräfte den Bach ab, wodurch eine Ausbreitung der Verschmutzung erfolgreich verhindert werden konnte. Auch das durch ausgelaufenen Diesel kontaminierte Erdreich wurde auf einer Fläche von rund ein bis zwei Quadratmetern ausgehoben und fachgerecht entsorgt.
Hoher Sachschaden
‘An dem Lastwagen sowie an der geladenen Milch entstand nach Angaben der Behörden ein Sachschaden in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken. Neben mehreren Patrouillen der Kantonspolizei St. Gallen waren die zuständige Feuerwehr sowie der Umweltschadendienst des Kantons im Einsatz. Da die genauen Umstände des Ausweichmanövers noch unklar sind, sucht die Kantonspolizei St. Gallen nach Zeugen.
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