Journalistischer Held. Nationalfeiertag - da gehört der Heldenplatz in der Bundeshauptstadt den militärischen Helden, jenen, die im Bundesheer Österreich verteidigen. Sie präsentieren dort das Heer bereits seit Tagen, mit dem großen Höhepunkt heute, am Feiertag. Einer, der als Oberstleutnant auch Teil des Bundesheeres, vor allem aber ein journalistischer Held ist, stand dort – in Tarn-Uniform – Conny Bischofberger für das große Nationalfeiertags-Interview Rede und Antwort. Ihn kennt jeder, obwohl er sich keineswegs als Star bezeichnen würde. Vor knapp einem Jahr ist er bei einem Drohnenangriff knapp dem Tod entronnen. Mit Ende dieses Monats verschwindet er, den wir gefühlt beinahe jeden Tag gesehen haben, von den ORF-Bildschirmen: Denn Christian Wehrschütz geht in Pension!
Wehrschützs Heimkehr. Wehrschütz baut in dieser Woche seine Korrespondenten-Zelte in der Ukraine ab, am 31. Oktober endet seine Tätigkeit als ORF-Kriegsreporter. Milizoffizier des Bundesheeres bleibt er. Jetzt freut er sich darauf, neben seiner Frau auf der Teichalm in der Steiermark aufzuwachen – ohne Angst vor möglichem Drohnen- oder Raketenbeschuss. Passend zum Abschied vom Bildschirm hat er ein neues Buch geschrieben: „Heimkehr“. Ob er selbst oft Heimweh hatte, möchte Bischofberger im Interview wissen. Das leugnet Wehrschütz keineswegs und definiert, was für ihn Heimat ist: „Das ist für mich Österreich, aber insbesondere jene Orte, wo meine Familie lebt, denn Salzburg ist eine sehr lebenswerte Stadt mit vielen netten Menschen. Doch natürlich verbinden mich mit meiner Heimatstadt Graz und insbesondere mit der Teichalm ganz besondere Gefühle – dieser ganz spezielle Ort ist neben meiner Familie meine Kraftquelle.“ Der beziehungsvolle Titel seines Buches lautet: „Aufbruch in ein unentdecktes Land“. Was das für ihn ist? Der dritte Lebensabschnitt sei das „unentdeckte Land“, der letzte Lebensabschnitt, wie ihm bewusst ist. Und wie geht er damit um? „Ich habe sehr viel von der stoischen Philosophie in mir aufgenommen, die besagt, dass man diesem Faktum mit einem gewissen Gleichmut entgegentreten muss: Carpe diem, nütze den Tag!“ Da sollten wir auf ihn hören!
Kommen Sie gut durch den Nationalfeiertag!
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