„Es ist schwierig, hier zu sitzen und die richtigen Worte zu finden, ich weiß nicht, ob man weinen oder lachen soll nach so einem Spiel“, sagt Sturm-Coach Fabio Ingolitsch nach dem 2:2 gegen Ried. Hier alle Stimmen zum Spiel ...
Einen kleinen Rückschlag im Titelkampf der Fußball-Bundesliga hat am Sonntag Sturm Graz hinnehmen müssen. Der Vizemeister kam in der zehnten Runde zuhause gegen die SV Ried über ein 2:2 (1:1) nicht hinaus und liegt bereits neun Punkte hinter Tabellenführer Rapid auf Platz vier. Das Remis sicherte erst Belmin Beganovic in der Nachspielzeit (92.). Die Rieder sind drei Zähler hinter den Steirern Fünfter.
Es ist gut, dass heute der Fußballgott zumindest ganz kurz vorbeigeschaut hat, weil dieses Spiel heute zu verlieren, wäre einfach nicht richtig gewesen.
Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch
Nach der Partie war Sturm-Coach Fabio Ingolitsch sichtlich aufgeregt. „Es ist schwierig, hier zu sitzen und die richtigen Worte zu finden, ich weiß nicht, ob man weinen oder lachen soll nach so einem Spiel.“
Und: „Wir sind unglaublich gut ins Spiel gestartet, es hat nur Spaß gemacht, der Mannschaft zuzuschauen, es hat alles sehr leicht und super aufeinander abgestimmt gewirkt. Wir haben das Momentum generiert, unzählige Torchancen gehabt, dieses 1:0 ist sehr früh in der Luft gelegen. Es hat für meinen Geschmack ein bisschen zu lange gedauert, bis wir uns belohnt haben. Ich freue mich riesig für den Simon, dass er endlich auch in der Liga für uns getroffen hat, das war überfällig und hochverdient. Es hat so geschienen, dass wir alles im Griff haben.“
„Unnötige Aktion“
Dann kam der Ausschluss von Arjan Malić. Ingolitsch sagt dazu: „Wir haben uns dann mit der Aktion von Arji in eine schwierige Lage gebracht. Man muss selbst beurteilen, ob es eine sehr softe Entscheidung ist, gleichzeitig müssen wir uns bei der Nase nehmen, weil es eine sehr unnötige Aktion ist. Wir haben somit die SV Ried zum Leben erweckt. Dass direkt eine Minute später ein Elfmeter herauskommt bei einem unglücklichen Handspiel von Hödl, kommt dann noch dazu. Wie wir dann in Unterzahl verteidigt haben, war richtig gut.“
Nachsatz: „Es ist gut, dass heute der Fußballgott zumindest ganz kurz vorbeigeschaut hat, weil dieses Spiel heute zu verlieren, wäre einfach nicht richtig gewesen.“
Mario Despotovic (Ried-Trainer) sagt über die Partie: „Wir haben uns für die erste Hälfte mehr vorgenommen. Nach der Roten Karte für Sturm haben wir die Überzahl sehr gut ausgespielt, waren sehr stabil, sind in Führung gegangen, haben es aber nicht geschafft, das Ergebnis durchzuziehen. Wenn Spieler angeschlagen sind, bin ich zu Veränderungen gezwungen. Wir haben auch einen Kader mit der nötigen Qualität, obendrein bin ich ein Trainer, der es mag, Veränderungen durchzuführen. Was die Rote Karte betrifft, will ich diese nicht beurteilen, ich habe die Situation noch nicht gesehen. Andreas Leitner hat nicht nur heute sehr gut gespielt, er agiert schon die ganze Saison auf sehr hohem Niveau und gibt der Mannschaft sehr viel Sicherheit. Ich bin mit den elf Punkten aus den jüngsten fünf Runden zufrieden, wir wollen stabil in der Liga sein.“
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