Der steirische Schlagerbarde Charly Brunner veröffentlicht seine neue Single „Die Sache mit dem Sex“. Für Getuschel in der Musikbranche sorgt auch Sänger Herbert Schnalzer mit Falco-Manager Horst Bock.
Wow – während die Schlager-Konkurrenz im weichgespülten Einheitsbrei versinkt, lässt es Charly Brunner mit stolzen 71 Jahren noch einmal so richtig krachen, pfeift auf jede Zensur und Kritik der Musikredakteure und Fernsehmacher. Nach 14 Jahren ohne Solo-Veröffentlichung provoziert der Murauer Plattenmillionär (Brunner & Brunner verkauften sechs Millionen Tonträger) mit neuer Swing-Single „Die Sache mit dem Sex“ ganz bewusst und erhitzt heftig die Gemüter in der glattgebügelten Schlagerbranche.
„Ich hätte nie geglaubt, dass dieser Song auf so viel Widerhall stößt. Ich wollte einfach ohne Zensur im Kopf schreiben, ohne Tabus und der Angst, dass mir Redakteure dieses pikante ,Sex-Lied’ verreißen oder boykottieren“, offenbart Charly Brunner. „Ohne Druck und Schranken im Kopf zu arbeiten, ist der Ursprung der Kreativität. Da kommen die ehrlichsten Dinge heraus.“
Ein „Schlager für Fortgeschrittene“
Neugierde weckt auch der Schulterschluss mit dem Swing-Orchester Mondschein, das mit Big-Band-Sound der 1920er und 1930er aufhorchen lässt. „Es hat mich selbst überrascht, dass ein Swing-Orchester und ich so gut harmonieren, und genau das macht diesen Titel für mich einzigartig“, lobt sich der Schlagerbarde im smarten Smoking ein Stück weit selbst. Statt „einen Schmarrn“ abzuliefern, ist es ein „Schlager für Fortgeschrittene“ geworden und „Die Sache mit dem Sex“ ein Befreiungsschlag: „Das hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit der Einstellung und der vorhandenen Energie!“
Gleichzeitig teilt er gegen die Kollegen aus und appelliert, endlich wieder mutiger zu sein, statt sich mit dem faden „Ja, ja, das ist halt so“ abzufinden. Also mehr Mut für mehr Qualität im Schlager. Im „Duett“ mit Lebensfrau und Schlagersängerin Simone wird es die „Sache mit dem Sex“ nie geben, denn „dafür ist dieser Song nicht geeignet“. Da will ich mir aber die Frage nicht verkneifen, wie bei Charly Brunner die Sache mit dem Sex läuft. „Der Song beantwortet alles. Du wirst dabei schmunzeln, einiges zwischen den Zeilen lesen, spüren und denken: Ja, genau so ist es“, lässt es Charly Brunner süffisant nachklingen.
Falco-Manager Horst Bock entdeckt Oststeirer
In den erfolgreichen Zeiten von „Brunner & Brunner“ zählten Plattenverkäufe und Konzertbesucher. Heute sind es Followers und Klicks. So zählt der Sänger und Musiker Herbert Schnalzer aus Sinabelkirchen mit seinem jüngsten Musikprojekt „Aura“ 110.000 YouTube-Views und 170.000 Spotify-Streams. „Diese Zahlen werden künftig rasant nach oben schnellen“, erhofft sich der Oststeirer, der in diesen Tagen den Vertrag mit dem ehemaligen Falco-Manager Horst Bock unterzeichnete. Über die Casting-Band BroSis machte der heute 75-jährige Musikmanager Giovanni Zarrella und Ross Antony zu Superstars.
Nach gesundheitsbedingtem Rückzug aus dem Musik-Management ist er wieder auf der Suche nach vielversprechenden Talenten und stieß dabei auf den ehemaligen Egon-7-Sänger: „Er wurde auf mich aufmerksam, als ich in Deutschland mit meiner ersten ,Aura’-Single die Top15 schaffte.“
Nun lenkt Horst Bock für den Oststeirer alle Geschicke rund ums Fernsehen, Airplay und schachert mit Konzertagenturen zwischen München und Berlin. Seine Gage? „Er nimmt bis zu 40 Prozent meiner Einnahmen – das passt für mich gut“, liebäugelt Schnalzer mit dem in Aussicht gestellten Karrierepush. Erwartet wird der ehemalige Falco-Manager Horst Bock auch beim Weihnachtskonzert von Herbert Schnalzers „Christmas Spectacular“ am 8. Dezember in Gleisdorf.
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