Zwei Länder ein Ziel: An dem niederösterreichisch-slowakischen Grenzfluss soll eine verlässliche Querung errichtet werden. Wo genau das Bauwerk errichtet werden soll, das wird derzeit noch (heftig) diskutiert.
Während der Monarchie gab es zwölf Brücken über die March. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden viele dieser Grenzübergänge unterbrochen, zerstört oder nicht mehr aufgebaut. Jetzt wird eine neue Querung intensiv diskutiert.
Bürgermeister von Angern: „Wir stehen bereit“
„Wenn es nach uns geht, können wir morgen schon mit dem Bau der Brücke über die March beginnen. Aber Brücken bauen Länder nicht Gemeinden“, so Robert Meißl, SPÖ-Bürgermeister von Angern an der March.
Und weil dem so ist, waren dieser Tage der Bezirkshauptmann des Kreises Malacky, Robert Petko, und der Bezirkshauptmann des Kreises Bratislava, Ratislav Gajarsky, bei LH-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) zu Gast: „Wir sind uns einig, dass eine verlässliche Marchquerung in der Region vernünftig ist. Auf dieser Basis werden wir weiterarbeiten. Klar ist für uns, dass es ein Projekt braucht, das erstens realisierbar ist und zweitens auch finanziell gestemmt werden kann“, sagt Landbauer. Seitens der SPÖ fordert Klubobmann René Zonschits „ein ordentliches Verkehrskonzept“ und betont: „Wir brauchen zusätzlich dringend die Schnellstraße 8.“
Verhandlungen nach Regionalwahlen
Die Gespräche zwischen den Ländern sollen nach den slowakischen Regionalwahlen weitergeführt werden. Für Landbauer ist klar: „Wenn die Mehrheit der Bevölkerung gegen eine Brücke am Standort der Fähre ist, dann werden wir dort keine Brücke errichten. Jetzt geht es darum, auf Fachebene den besten Standort zu ermitteln und in Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn ein einreichfähiges Projekt aufzustellen.“
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