Gerade im Herbst ist wegen des Wildwechsels Vorsicht geboten: Alle zwei Stunden stirbt auf heimischen Straßen ein Wildtier. 2025 wurden zudem 42 Personen bei Wildunfällen verletzt. Die meisten Lenker sind zu schnell unterwegs, oder abgelenkt ...
Die Zahlen sich schockierend: 3717 Wildtiere machten in der Saison 2025/2026 auf Kärntner Straßen ihren letzten Atemzug. Österreichweit sind es mehr als 65.000, wie die aktuelle Fallwildstatistik des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) zeigt. Alle zwei Stunden stirbt also in Kärnten ein Wildtier auf der Straße. Die meisten Tiere sind Rehwild, Hasen und Fasane. Kärnten belegt den traurigen 5. Platz in Österreich.
322 Personen in Österreich
Beachtlich im negativen Sinn ist auch die Zahl der Menschen, die bei Wildunfällen verletzt wurde. 322 Personen waren es in Österreich, 42 davon in Kärnten. Besonders häufig finden diese Unfälle genau jetzt – im Herbst statt. Nebel, Regen und dunstiges Wetter sorgen für schlechtere Sicht. Viele Tiere sind gerade jetzt auf Futtersuche unterwegs. Wildtiere wie Reh- und Rotwild sind oft im Rudel unterwegs.
Verständigen Sie im Fall des Falles Polizei und Rettung, ist viel geholfen. Sie retten damit möglicherweise auch Leben.
Dr. Johanna Trauner-Karner, Geschäftsführerin des KFV
Die meisten Unfälle passierten im Jahr 2025 in den Bezirken St. Veit, Völkermarkt und Klagenfurt Land.
Schnelle Fahrer und Ablenkungen
38 Prozent aller Wildunfälle ereignen sich aufgrund von nichtangepasster Geschwindigkeit und 54 Prozent aufgrund von Unachtsamkeit und Ablenkung. „Sobald ein Tier vor einem auftaucht, sollte man daher sofort abbremsen, abblenden und gegebenenfalls mehrmals hupen, um das Wild aufzuschrecken und zur Flucht zu veranlassen. Keinesfalls jedoch sollte man Ausweichmanöver einleiten, weil dies in Kollisionen mit dem Gegenverkehr oder mit Bäumen resultieren kann“ so Dr. Johanna Trauner-Karner, Geschäftsführerin des KFV. Todesfälle gab es im Jahr 2025 zum Glück keine.
Falls es zu einem Unfall kommt, sollte man vor allem eines bedenken: Wer weiterfährt, ohne den Vorfall zu melden, begeht Fahrerflucht. Für bessere Sichtbarkeit sollte eine Warnweste übergezogen und das Pannendreieck aufgestellt werden. Wildunfälle müssen bei der Polizei oder der örtlichen Jägerschaft gemeldet werden.
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