Armee gegen RSF-Miliz
21 Tote bei Drohnenangriff auf Markt in Darfur
Bei einem Drohnenangriff auf einen Markt in der sudanesischen Region Darfur sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 40 Menschen wurden bei der Attacke in der von der RSF-Miliz kontrollierten Stadt Nyala verletzt.
Der Angriff ereignete sich am Montagabend. Die Angaben zu den Opfern stammen aus Kreisen des örtlichen Krankenhauses. Erst Mitte Oktober waren bei einem Drohnenangriff auf einen Viehmarkt in Nyala 30 Menschen getötet worden. Die RSF-Miliz machte die Armee für den Angriff verantwortlich.
Massive Stromausfälle
In der sudanesischen Hauptstadt Khartum trafen unterdessen Drohnen der RSF-Miliz ein Kraftwerk. Die Drohnen hätten ein Umspannwerk ins Visier genommen und damit die Stromversorgung in weiten Teilen der Bundesstaaten Khartum und Al-Jazirah gestört. Bereits am vergangenen Dienstag hatte es Angriffe auf fünf Kraftwerke im Sudan gegeben, die zu massiven Stromausfällen in vier Bundesstaaten geführt hatten.
Im Sudan liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines ehemaligen Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo seit mehr als drei Jahren erbitterte Gefechte. In dem Konflikt im drittgrößten Land Afrikas wurden bisher Zehntausende Menschen getötet, Millionen Menschen sind auf der Flucht. Beiden Seiten werden Kriegsverbrechen zur Last gelegt, darunter Angriffe auf Zivilisten.

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