Personal beschimpft

Fiasko bei Grippeimpfung „sehr belastend für alle“

Steiermark
24.10.2026 08:00

Dass der Engpass beim Grippeimpfstoff in absehbarer Zeit entschärft sein dürfte, lässt nicht nur Impf-Willige aufatmen. Auch beim Personal in den Impfstellen dürfte die Nachricht Erleichterung auslösen – wenn sie auch naturgemäß mit Mehrarbeit verbunden ist. Denn der Unmut in der Bevölkerung hatte sich zuletzt stetig aufgeschaukelt.

Eine Grazerin berichtet der „Krone“ etwa, dass ihr lange vereinbarter Termin nicht storniert wurde, obwohl weit und breit kein Impfstoff für ihre Altersgruppe verfügbar war. Mehr noch: Bei der städtischen Impfstelle habe man sie am Tag X noch langmächtig Formulare ausfüllen lassen, ehe ihr gesagt wurde, dass sie umsonst gekommen war. „Wenigstens einen Zettel könnte man aufhängen“, schüttelt die Betroffene den Kopf.

Rückverfolgung und Stornierung nicht flächendeckend möglich
Eva Winter vom Grazer Gesundheitsamt bittet um Verständnis, dass man „nicht Hunderte Anmeldungen rückverfolgen und Termine absagen kann“, zumal bei vielfach unvollständigen Kontaktdaten. Die Situation sei auch für die Mitarbeiter „sehr belastend“ gewesen: „Manche wurden auf das Gröblichste beschimpft!“

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Aufgrund der Engpässe wurden bisher nur Kinder ab zwei Jahren und Ältere ab 60 geimpft. Bei Kleinkindern und der Gruppe 18 bis 59 haben wir heuer eine Lücke.

Eva Winter, Leiterin Gesundheitsamt Graz

Nun ist sie guter Dinge, dass sich das System mit dem frischen Impfstoff schnell einpendeln wird – „sonst lohnt sich’s ja irgendwann auch nicht mehr“. Interessierten empfiehlt sie, nicht weiter zuzuwarten, sondern sich umgehend anzumelden. Neue Termine sollten auch bald freigeschaltet werden.

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