130 Jobs betroffen

Ringen um Reha-Zentrum: Offene Briefe, vage Worte

Steiermark
23.10.2026 16:00

Noch keine Lösung gibt es für das Reha-Zentrum im obersteirischen Aflenz mit 130 Beschäftigten. Mit einem offenen Brief an die Landesregierung will der Betriebsrat den Druck in Graz erhöhen. Dort bleibt man verbindlich, aber vage. 

Die Pensionsversicherungsanstalt PVA will ihren Standort in St. Radegund ausbauen, für Aflenz wird daher offiziell ein neuer Betreiber – wohl mit neuem Konzept und mehr Betten – gesucht. Eventuell übergibt man das Areal vollständig oder bleibt als Juniorpartner mit an Bord.

Es gab auch schon Gespräche mit dem Land, denkbar ist etwa ein Angebot für Übergangspflege. In Graz zeigt man sich bisher interessiert, aber zurückhaltend. Es kommt wohl nicht infrage, Hauptbetreiber zu sein, eine Partnerschaft ist aber im Bereich des Möglichen.

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Für die mehr als 130 Beschäftigten bedeutet die Situation berufliche Unsicherheit und eine enorme persönliche Belastung. 

Aus dem offenen Brief des Betriebsrats

Mit offenen Briefen an Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) und Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) will der Aflenzer Betriebsrat (Vorsitzende: Eva Hirschmanner und Michael Horwath) gemeinsam mit drei Bürgermeistern der Region (Hubert Lenger aus Aflenz, Christian Polaschek aus Thörl und Stefan Hofer aus Turnau) Druck machen. „Es braucht eine klare und verbindliche Interessenbekundung des Landes und konkrete Schritte für die Zukunft des Standorts“, wird gefordert. „Das Land muss deutlich machen, dass es bereit ist, sich an einer tragfähigen Lösung zu beteiligen.“ 

Landesregierung bleibt unverbindlich
Die beiden angesprochenen Regierungsmitglieder verweisen darauf, dass man Gespräche mit Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) und der PVA führt und sich der Landtag einstimmig für den Erhalt der Einrichtung ausgesprochen hat. „Das Land wird im Rahmen seiner Möglichkeiten und Zuständigkeiten dazu beitragen, eine nachhaltige Perspektive für den Standort Aflenz zu entwickeln.“ Klar sei aber auch: „Es kann nicht Aufgabe der Bundesländer sein, sämtliche Leistungen zu übernehmen, die der Bund, seine Träger oder die Selbstverwaltung streichen oder kürzen.“ 

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