Nachdem die israelische Regierung eigenen Angaben zufolge einen „großen Anschlag“ verhindert hat, kündigt Premier Benjamin Netanyahu nun eine „vollständige Abriegelung“ des besetzten Westjordanlandes an.
Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel verschärft sich die Lage im Westjordanland weiter: Bei einem Schussangriff dort sind israelischen Angaben zufolge mehrere Israelis teils lebensgefährlich verletzt worden, die zwei mutmaßlich palästinensischen Täter wurden getötet. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte Freitagfrüh mit, insgesamt seien fünf Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen befinden sich demnach in kritischem Zustand. Israels Armee sagte, Sicherheitskräfte hätten die beiden mutmaßlichen Angreifer getötet.
Wahlkampf: Rechte Parteien überbieten sich mit Härte
Am 27. Oktober sollen die Menschen in Israel ein neues Parlament wählen. Der Konflikt mit den Palästinensern ist dabei ein wichtiges Wahlkampfthema. Rechte Politiker versuchen bei ihrer Wählerschaft zu punkten, indem sie ein hartes Vorgehen gegen palästinensische Gewalt versprechen.
Die zunehmenden Angriffe radikaler israelischer Siedler auf Palästinenser im Westjordanland thematisieren sie dagegen kaum. Laut Umfragen könnte es sowohl für das Lager des amtierenden Ministerpräsidenten Netanyahu als auch für die Opposition schwierig werden, eine Mehrheit zu sichern.
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