60 Kilo weniger, tägliches Training und kein Cheatday: Für Martina Reuter wird es jetzt in Boston ernst. Beim nächsten Bodybuilding-Wettkampf am Samstag, den 24. Oktober will sie erneut zeigen, was in ihr steckt – und träumt dabei schon von einem ganz besonderen Coach: Arnold Schwarzenegger.
60 Kilo weniger, tägliches Training und kein einziger Cheatday: Martina Reuter hat ihr Leben in den vergangenen eineinhalb Jahren komplett auf den Kopf gestellt. Was einst mit dem Wunsch nach einem gesünderen Körper begann, ist längst zur großen Bodybuilding-Leidenschaft geworden. Und die führt die 46-Jährige jetzt sogar über den großen Teich: Am Samstag, dem 24. Oktober, tritt sie in Boston bei ihrem bereits sechsten Wettkampf an.
Dabei hätte Reuter vor nicht allzu langer Zeit wohl selbst nicht gedacht, einmal im Glitzerbikini auf einer Bodybuilding-Bühne zu stehen. Ihr Höchstgewicht lag eigenen Angaben zufolge bei 125 Kilo. Den Anstoß zur Veränderung gab schließlich ein Arztbesuch. „Die Ursprungsidee war einfach, einen gesunden Frauenkörper zu haben“, erzählt sie im „Krone“-Gespräch.
Jeden Tag Training und keine Ausnahmen
Am 1. Mai 2025 meldete sich Reuter schließlich zum ersten Mal in einem Fitnessstudio an. Zuvor habe sie „noch nie Fitness trainiert“. Mittlerweile gehört Sport zu ihrem Alltag wie für andere der morgendliche Kaffee.
Denn bei Reuter gibt es praktisch keine Pause. „Ich gehe tatsächlich jeden Tag ins Fitnessstudio“, erzählt sie. Für sie sei das Training längst mehr als reine Körperarbeit: „Ich nenne das Hirnhygiene für meinen Körper und meinen Geist.“ Auch beim Essen kennt die Moderatorin wenig Ausnahmen. „Es gibt keinen Cheatday. Es gibt keinen Fehltritt, es gibt kein falsches Essen“, sagt sie. Alkohol und Zucker hat sie aus ihrem Alltag gestrichen, seit rund einem Jahr isst sie außerdem kein Fleisch mehr. Dass diese Konsequenz für Außenstehende extrem wirken kann, ist Reuter bewusst. Für sie steckt dahinter allerdings vor allem die Angst, wieder an den Ausgangspunkt zurückzukehren. „Du darfst nicht vergessen, ich habe 60 Kilo abgenommen. Und das war kein Spaziergang.“ Deshalb gebe es für sie derzeit keine Ausnahme.
Bei ihrer Transformation betont Reuter zudem immer wieder, dass sie ohne operative Hilfe ausgekommen sei. Keine Magenverkleinerung, keine Hautstraffung, keine Fettabsaugung – sie bezeichnet sich selbst als „Natural“. Gerade deshalb sei der Schritt auf die Bodybuilding-Bühne für sie etwas Besonderes. „Da gibt es keinen Filter und keine Retusche“, sagt sie. Im kleinen Glitzerbikini zeige sie dort schlicht „die nackte Wahrheit“ und damit auch, was sie in den vergangenen Monaten geschafft habe. Ihre Erfahrungen will Reuter inzwischen auch mit anderen teilen. Mit „WE TRANSFORM YOU“ startet sie einen eigenen YouTube-Kanal, auf dem sie Einblicke in Training, Ernährung und ihren Alltag geben und andere dazu motivieren möchte, selbst etwas zu verändern.
Konkurrenz und ein Traumcoach
Am Samstag den 24.10 folgt nun die nächste große Herausforderung. In Boston tritt Reuter bei einem Wettkampf des NPC an. In der Klasse „Fitmodel“ will sie gleich in vier Kategorien starten. Für den US-Wettkampf hat sie sich durch ihre bisherigen Auftritte in Österreich qualifiziert.
Dass die Konkurrenz in Amerika eine andere Hausnummer sein dürfte, weiß Reuter selbst: „Ich werde sehr harte Konkurrenz haben, weil Amerika groß ist.“ Entsprechend intensiv hat sie sich in den vergangenen Wochen vorbereitet – diesmal mit neuer Unterstützung. Seit der Trennung von ihrem früheren Partner und Coach Vladi trainiert sie mit dem erfahrenen deutschen Bodybuilding-Coach Olaf Mann. „Ich habe gesehen, was in 14 Tagen möglich ist“, schwärmt Reuter von der Zusammenarbeit.
Doch was passiert eigentlich nach dem Wettkampf? Wie soll es für die 46-Jährige weitergehen? „Naja, einen Österreicher gäbe es schon, den ich nur allzu gerne einmal als Fitnesstrainer hätte“, sagt Reuter schmunzelnd. Gemeint ist niemand Geringerer als Arnold Schwarzenegger. „Mein großes Ziel ist es, ihn zu treffen.“ Erste Kontakte habe es bereits gegeben – und wenn es nach Reuter geht, dürfte „Arnie“ künftig sogar noch eine größere Rolle spielen: „Mein Traum wäre, dass er mich einmal coacht.“ Warum auch nicht, denn Österreicher halten ja bekanntlich zusammen oder? Ob aus dem Hollywood-Star tatsächlich einmal Coach Arnie wird, bleibt vorerst offen. Eines ist aber sicher: Bevor die Moderatorin über prominente Trainingshilfe nachdenken kann, muss sie am Samstag erst einmal selbst ran – auf der Bodybuilding-Bühne in Boston.
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