Nach 21 Monaten in den Händen von Terroristen ist die im Niger in Westafrika entführte Wienerin Eva Gretzmacher endlich freigelassen worden. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger bedankte sich am Tag danach bei allen, die zu ihrer Befreiung beigetragen haben.
„Für sie und ihre Familie war diese Zeit eine unvorstellbare Belastung“, so Meinl-Reisinger in einem Statement zur „Krone“. Ihr großer Dank gelte allen, die zu ihrer Befreiung beigetragen haben: „Unseren internationalen Partnern, den involvierten Kollegen im Verteidigungsministerium, und natürlich meinem Team im Außenministerium, das sich mit größter Umsicht und Beharrlichkeit für ihre Freilassung eingesetzt hat. Besonders danke ich Botschafter Peter Launsky, der uns mit großem Einsatz dabei unterstützt hat.“
Gemeinsame Anstrengung und intensive diplomatische Bemühungen hätten zur Freilassung geführt: „Heute ist ein besonderer Tag, der uns alle bewegt!“
Mit zweiter Geisel in der Freiheit
Gretzmachers Sohn Christoph schrieb am Mittwochabend auf Facebook über seine Mutter: „Sie verbrachte fast 21 Monate in Gefangenschaft. Eva und Claudia (eine ebenfalls entführte Schweizerin, Anm.) sind jetzt frei. Sie befinden sich derzeit in einem Flugzeug auf dem Weg nach Benghazi, Libyen.“ Die Schweizerin Claudia Abbt war im April des Vorjahrs ebenfalls im Niger entführt worden.
Am 11. Jänner 2025 begann der Horror
Die „Krone“ berichtete über den Fall. Die Wienerin war am 11. Jänner 2025 in Agadez in Niger unter Waffengewalt im Alter von 73 Jahren aus ihrem Haus verschleppt worden. Die Kidnapper verfrachteten die Frau in einen Geländewagen. Lokale Medien berichteten, dass es sich bei den Kidnappern um Kriminelle handelte, die die Österreicherin an eine terroristische Gruppe weitergereicht haben. Monatelang gab es kein Lebenszeichen von ihr – bis zu ihrem 75. Geburtstag.
Die Österreicherin, die seit fast drei Jahrzehnten in Agadez am Rande der Sahara lebt, ist seit 1996 mit dem von ihr gegründeten privaten Kulturverein Amanay im Niger aktiv.
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