Per „Elektrolyseur“ leitet die OMV in Bruck an der Leitha (NÖ) ein neues Energiezeitalter ein. Der Wasserstoff-Riese liefert pure Ökoenergie.
Es ist wahrlich ein Koloss für die Energiewende, der jetzt in Wilfleinsdorf bei Bruck an der Leitha anspringt – denn der am Mittwoch vorgestellte „Elektrolyseur“ ist Herzstück einer der größten Wasserstoffanlagen des Kontinents. Mit 140 Megawatt Leistung wird das ökotechnische Wunderding der OMV künftig jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen. Damit zählt die Anlage zu den fünf größten ihrer Art in Europa. Sie wird die heimische Produktion dieses „Biorohstoffs“ auf das 17-Fache steigern.
Weg zu einer klimafreundlicheren Industrie
Die OMV mit ihrer Vorstandsvorsitzenden Emma Delaney setzt damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren Industrie. Denn der Wasserstoff wird mit erneuerbarem Strom aus Wind-, Sonnen- und Wasserkraft hergestellt und soll in der Raffinerie Schwechat künftig Fossiles ersetzen. Erwartete Wirkung: Eine jährliche Einsparung von bis zu 150.000 Tonnen CO₂– rund zehn Prozent der direkten, produktionsbedingten Emissionen.
Fossile Abhängigkeiten reduzieren
„Die Energiekrise hat uns gezeigt, wie teuer Abhängigkeiten werden können“, betont Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. Österreich sei weiterhin zu rund 55 Prozent von Importen abhängig. Grüner Wasserstoff sei daher ein konkreter Hebel, um die fossilen Abhängigkeiten zu reduzieren, Versorgungssicherheit zu stärken und die industrielle Wertschöpfung im Land zu halten.
Das Großprojekt soll Ende 2027 in Betrieb gehen. Der Bund fördert die Anlage mit 123 Millionen Euro. Mit der Siemens Energy und STRABAG setzt die OMV auf eine innovative Partnerschaft. Hattmannsdorfer: „Mit diesem Elektrolyseur im Osten Österreichs bekommt die Energiewende eine gewaltige Dimension.“
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