Der oberösterreichische Faserproduzent Lenzing sperrt im Zuge eines großen Sparpakets sein Werk in Heiligenkreuz im Burgenland zu – aber nun doch erst etwas später als geplant. Die geplante Kapitalerhöhung hat das Unternehmen indes abgeschlossen.
Es war eine Hiobsbotschaft: Im Zuge eines großen Sparpakets kündigte der oberösterreichische Faserhersteller Lenzing an, sein Werk in Heiligenkreuz (Burgenland) mit 285 Mitarbeitern bis Jahresende zu schließen. Ganz so schnell geht es nun doch nicht: „Es ist geplant, die Produktion in Heiligenkreuz mit Ende des 1. Quartals 2027 einzustellen“, heißt es von der Lenzing zur „Krone“. Bis dahin soll auch ein Großteil der Belegschaft bleiben.
Durch die nun doch längere Produktion will das Unternehmen „einen reibungslosen Produktionstransfer auf andere Lenzing Standorte sicherstellen“ und „genügend Vorräte aufbauen“, um Kunden durchgehend beliefern zu können. Danach werden die Fertigungskapazitäten aus Heiligenkreuz nach Lenzing sowie in das Werk in den USA verlegt. Hierbei geht es vor allem um Vliesstoff-Fasern.
Parallel dazu laufen derzeit Verhandlungen mit Interessenten, die das Werk in Heiligenkreuz übernehmen könnten. Bis Jahresende will die Lenzing Klarheit über einen Verkauf des Standortes haben.
Kapitalerhöhung abgeschlossen
Indes hat das Unternehmen mit Hauptsitz und Stammwerk in der gleichnamigen oberösterreichischen Gemeinde Lenzing seine Kapitalerhöhung abgeschlossen. Insgesamt 34.411.626 neue Aktien wurden im Rahmen des Bezugsangebots durch Ausübung von Bezugsrechten bezogen, was einer Ausübungsquote der Bezugsrechte von 99 Prozent entspricht. 301 Millionen Euro hat die Lenzing dadurch eingenommen. Damit soll die neue Unternehmensstrategie finanziert werden.
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