Beim Angelus-Gebet
Krebs-OP: Papst bedankt sich bei Spitalspersonal
Nur fünf Tage nach seiner Lungenkrebs-OP hat Papst Leo XIV. am Sonntag beim Angelus-Gebet den Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom für ihre Gebete gedankt. Er habe die Unterstützung deutlich gespürt. Seinen besonderen Dank richtete das Kirchenoberhaupt an das gesamte Team der Gemelli-Klinik.
Unter dem Applaus der Spitalsmitarbeiter war das Oberhaupt der katholischen Kirche am Samstag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die Erfahrung habe ihn die Nähe zu all jenen noch stärker spüren lassen, die mit Krankheit und Gebrechlichkeit konfrontiert seien, erklärte der Papst am Sonntag.
Nach dieser schwierigen Phase wolle er „mit Gottes Hilfe und im Vertrauen auf die Gebete der Gläubigen“ seine Tätigkeit wieder schrittweise aufnehmen. Der 71-jährige Pontifex erschien in guter Verfassung und sprach mit kräftiger Stimme. Er lächelte den Gläubigen zu, die ihm ihrerseits zujubelten.
Vorerst keine Audienzen
Bis kommenden Dienstag wurden alle Audienzen abgesagt. Ob Leo die Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz wird leiten können, war vorerst unklar. Der behandelnde Chirurg erklärte laut Medienberichten vom Sonntag, dass die für November geplante Lateinamerikareise für den Papst möglich sein sollte.
Als nächster großer Termin steht die Teilnahme am 40. Jahrestag des Interreligiösen Gebets in Assisi (Mittelitalien) am 27. Oktober bevor. Vor allem stellt sich die Frage, ob Leo XIV. die geplante Südamerikareise vom 6. bis 17. November nach Uruguay, Argentinien und Peru mit rund 30 Ansprachen und etwa zwölf Flügen wird antreten können.
Reise nach Südamerika machbar
Laut seinem Chirurgen sollte dies für den 71-jährigen Pontifex machbar sein. „Ich würde sagen, dass es keine medizinischen Gründe gibt, warum diese Reise nicht stattfinden sollte“, so Pulmologe Stefano Margaritora, der die Operation vorgenommen hatte. Der Papst sei in einem guten klinischen Zustand. Bis zur vollständigen körperlichen Genesung seien voraussichtlich noch rund zehn Tage nötig.
Bei dem Eingriff sei der untere Lungenlappen der rechten Lunge entfernt worden, in dem ein bösartiger Tumor entdeckt worden war. Die Operation sei ohne Komplikationen verlaufen und ein Routineeingriff gewesen, sagte Margaritora, der die Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Gemelli in Rom leitet. Zum Zeitpunkt seiner Entlassung aus dem Krankenhaus habe sich der Papst „in einem absolut zufriedenstellenden klinischen Zustand“ befunden, so verlaufe etwa die Wiederausdehnung der Lunge nach der Operation „im normalen Zeitrahmen“.

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