Mit Dutzenden Drohnen
Ukraine greift Moskau und St. Petersburg an
Die ukrainische Armee hat in der Nacht auf Sonntag die russischen Metropolen Moskau und St. Petersburg ins Visier genommen. Laut Behörden soll dabei ein Mensch ums Leben gekommen sein, fünf weitere wurden verletzt. Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine wiederum wurden mindestens zwei Menschen getötet.
Angaben der Militärverwaltung zufolge wurden in der Stadt Saporischschjazwei Mehrfamilienhäuser, 18 Autos und eine Bildungseinrichtung beschädigt. In der zentralukrainischen Großstadt Poltawa gab es nach Behördenangaben Drohnenangriffe. Eine Frau sei getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, teilte Militärverwaltungschef Witalij Djakiwnytsch mit. Demnach wurden in der Stadt neun Wohnhäuser beschädigt, teils durch abgestürzte Drohnentrümmer.
Dutzende Angriffe aus Russland
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete, dass Russland den ukrainischen Energiesektor in der vergangenen Woche 76 Mal angegriffen habe. Allein in der Nacht auf Samstag hatte Russland nach Angaben Selenskyjs mehr als 15 ukrainische Energieanlagen angegriffen. Die russische Armee habe ihre Kampagne gegen das Energiesystem ausgeweitet und versuche, die ukrainischen Reserven und Reparaturkapazitäten so weit wie möglich zu strapazieren, teilte Selenskyj auf Telegram mit.
Ölterminal in Sankt Petersburg in Flammen
In Sankt Petersburg wurde eine Person getötet und fünf weitere Personen verletzt, teilte Gouverneur Beglow mit. Demnach brachen am Ölterminal von Sankt Petersburg, einem Öllager und in Industriehallen Brände aus. Der russische Online-Händler Ozon teilte mit, dass sein Logistikzentrum in der Stadt brenne. Das Internetunternehmen VK erklärte, sein Rechenzentrum in der Region Leningrad sei von Drohnen angegriffen worden, der Betrieb laufe jedoch normal weiter. VK betreibt ein in Russland beliebtes soziales Netzwerk.
Die russische Luftabwehr schoss nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 1015 ukrainische Drohnen über verschiedenen Regionen des Landes ab. Die russische Luftabwehr habe allein 195 ukrainische Drohnen auf dem Weg in die Hauptstadt zerstört, teilte der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram mit.
Probleme auf russischen Flughäfen
Der Flughafen St. Petersburg setzte aufgrund des ukrainischen Angriffs zeitweise seinen Betrieb aus. Passagiere und Mitarbeiter wurden an sichere Orte gebracht. Die Moskauer Flughäfen Domodedowo und Wnukowo setzten den Flugbetrieb ebenfalls aus. Ukrainische Medienberichte, wonach Videos einen Treffer auf einer achtspurigen Brücke in St. Petersburg zeigten, bestätigte die russische Seite zunächst nicht. Russland hatte jüngst eine Brücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew getroffen.
In der westukrainischen Region Winnyzja führten russische Drohnenangriffe auf die kritische Infrastruktur der Militärverwaltung zufolge zudem zu Stromausfällen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte das russische Militär insgesamt bei seinen Angriffen 180 Kampfdrohnen ein, von denen 152 abgefangen werden konnten. Einschläge habe es an 20 Orten gegeben.

Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 







Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.